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Hoher Besuch in Krummennaab: Auf Einladung von Bürgermeister Uli Roth hat sich eine Delegation der vom Bayerischen Landtag eingesetzten "Enquete-Kommission für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern", angeführt von der Landtagsabgeordneten Annette Karl, die aktuellen Entwicklungen in Krummennaab zeigen lassen.
Im Vordergrund stand zunächst eine kurze Begehung der fast fertigen Abbruchbaustelle der ehemaligen Porzellanfabrik. In Begleitung eines Fernsehteams erklärte Bürgermeister Roth den Gästen das Ausmaß der Ortsumgestaltung und ging auf erste Ansätze der Nachfolgeplanungen und erste denkbare Möglichkeiten des geordneten Wiederaufbaus ein.
Beeindruckt von der Größe der neu zu überplanenden Fläche fanden sich die Kommissionsmitglieder in Begleitung der SPD-Gemeinderäte Max Sieder, Karin Krenkel und Wolfgang Bauer und stellvertretendem Ortsvereinsvorsitzenden Hans Mark im Sitzungssaal des Rathauses ein.
Hier ging Roth in einer vorbereiteten Präsentation auf die demographische Entwicklung des Ortes und die finanzielle Ausstattung der Kommune ein.
Gespannt lauschten der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission, MdL Dr. Christoph Rabenstein, und sein Kollege, MdL Günther Knoblauch, den sehr interessanten Ausführungen des Bürgermeisters.
SPD sieht Defizite bei Internet-Ausbau und fordert: Ländlichen Raum nicht abhängen
„Schnelles Internet ist das Telefon des 21. Jahrhunderts.“ Daran gibt es für Annette Karl, Sprecherin der SPD-Fraktion für den ländlichen Raum, keinen Zweifel. Sie fordert deshalb eine flächendeckend gute Versorgung für alle Bürger, die der Staat im Zuge seiner Daseinsvorsorge gewährleisten müsse.
Das formulierte die Landtagsabgeordnete zusammen mit ihrem Fraktionskollegen Reinhold Strobl und der Bundesparlamentarierin Marianne Schieder sowie Ambergs Bürgermeisterin Brigitte Netta nach einem Besuch des neuen Breitbandzentrums in der Vilsstadt so deutlich.
Die vier SPD-Politiker lobten zwar prinzipiell diese Einrichtung und ihre Arbeit, fanden aber ihre personelle Ausstattung zu dürftig, um wirklich alle Gemeinden im Freistaat adäquat beraten und bedienen zu können. Einen Fortschritt hat laut Karl das neue Breitbandprogramm gebracht, das man nach SPD-Forderung aber auch früher hätte haben können.
Oberpfalz-TV Talk mit MdL Annette Karl und Nadine Hofann zum Thema: Mautgebühr
Bericht auf Oberpfalz-TV über die Besuche und Gespräche der SPD-Mitglieder in der Enquete-Kommission "Gleichwertige Lebensbedindungen in Bayern" in der Region. Unter anderem war die Politiker zu Gast in Krummennaab und nahmen von Bürgermeister Uli Roth wichtige Informationen für ihre Arbeit mit nach München
Annette Karl zur Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramm: Staatsregierung treibt Kommunen in sinnlosen Kampf um Ansiedlungen Das im Juni 2013 verabschiedete Landesentwicklungsprogramm (LEP) ist kein wirksames Instrument der Landesentwicklung. Durch das Aufweichen des Anbindegebotes wurde der Zersiedelung Tür und Tor geöffnet, die Abschaffung des Staatsziels einer wohnortnahen Versorgung mit Bildung, Gesundheit, Kultur-und Sozialeinrichtungen konterkariert die Bemühungen um gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Bayern. Die damals mitbeschlossene Teilfortschreibung bietet jetzt die Möglichkeit, nicht nur an einzelnen Spiegelstrichen kosmetische Änderungen vorzunehmen, sondern tatsächlich ein kraftvolles Programm für die Entwicklung Bayerns aufzustellen. Ein Programm, das den Auftrag des Staates Leitlinien zu setzen nicht aus Angst vor möglichen Interessenkonflikten ignoriert und den Grundsatz der Subsidiarität ernst nimmt. Subsidiarität ist dabei mehr als Kommunalisierung von Konflikten, die derzeit bevorzugte Politikstrategie der Staatsregierung.