Die geplante Kürzungsorgie von über 800 Lehrerstellen in Bayern durch den zuständigen Staatsminister Ludwig Spaenle darf keinen Erfolg haben, erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld. Denn kleinere Klassen, mehr Ganztagsschulangebote und weitere Anstrengungen bei der Inklusion lassen sich nicht mit weniger Lehrern bewerkstelligen, im Gegenteil!
Man kann nicht Junglehrerinnen und Junglehrer mit Bestnoten auf die Straße schicken. Und die CSU darf keine Klischees bedienen, das Lehrer noch Zeit am Nachmittag übrig hätten, um in Zukunft auch noch die Ganztagsschulen zu bedienen. Es geht vielmehr darum: Bayerns Schulen brauchen jeden Lehrer. Die SPD-Landtagsfraktion hat jetzt eine Protestaktion gestartet. Auf der Internetseite der SPD-Landtagsfraktion steht ein Musterprotestbrief an die CSU-Staatskanzlei bereit. Darin heißt es, es dürfe „bis 2018 keine einzige Lehrerstelle an bayerischen Schulen verloren gehen“. Formuliert werden kann der Protest unter: www.schule-retten.de
Der SPD-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister, Sigmar Gabriel, hat die Delegierten auf dem Berliner Bundesparteitag auf einen entschiedenen Europawahlkampf eingeschworen. In seiner leidenschaftlichen Rede zog er am Sonntag außerdem eine positive Bilanz des Mitgliedervotums und äußerte sich zuversichtlich zu der Arbeit der SPD in der Regierung.
In den letzten Jahren wurde an immer mehr kleinen Grundschulen in Bayern die Schulleiterstelle nicht mehr besetzt, sondern in Doppelarbeit von einer benachbarten Schule mit erledigt. So auch bei der Grundschule Pechbrunn (Landkreis Tirschenreuth), die sich seit dem Schuljahr 2013/14 die Schulleitung mit der Grundschule Mitterteich teilt. In mehreren Anfragen hatte die Landtagsabgeordnete Annette Karl versucht zu erfahren, ab welcher Schülerzahl eine Schulleiterstelle nicht mehr besetzt wird. Vom Kultusministerium gab es immer nur die ausweichende Antwort „Entwicklung der Schülerzahlen“.
Nach der Ankündigung von Ministerpräsident Seehofer in der Regierungserklärung vom 12.11.13, dass alle selbstständigen Schulen erhalten bleiben, wo es von Gemeinde und Eltern gewünscht ist, wollte die Wirtschaftspolitikerin und SPD-Sprecherin für den ländlichen Raum nun wissen, ob damit auch wieder die bisher unbesetzten Schulleiterstellen wieder mit Leben gefüllt werden – denn zu einer Schule im Dorf gehört auch ein Schulleiter.