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Oberpfalz hat die größten Kombiklassen – Oberpfälzer Schulen die “Sparbüchse” des Kultusministeriums

Die in der Oberpfalz erzeugte demografische Dividende durch sinkende Schülerzahlen wird wie von Kultusminister Spaenle angekündigt in Oberbayern eingesetzt, zum Nachteil der Oberpfälzer Schulen. Dies wird in einer aktuellen Beantwortung zur Situation in Kombiklassen deutlich. Leider stellte das Kultusministerium in der Beantwortung der Anfrage nur die Zahlen des Schuljahres 11/12 zur Verfügung, obwohl das neue Schuljahr bereits zu mehr als die Hälfte vorbei ist.

Landtagsabgeordnete Annette Karl hatte sich in einer Anfrage nach den aktuellen Durchschnittszahlen in Kombiklassen erkundigt. So lag der landesweite Durchschnitt bei 20,4 Schülerinnen und Schülern. Leicht darüber lag dieser Wert in der Oberpfalz mit 20,9.
Unverständlich ist für Karl allerdings, warum in der nördlichen Oberpfalz, in der Region mit sinkenden Schülerzahlen die höchsten Durchschnittswerte bzgl. der Klassenstärken zu verzeichnen sind.
So sitzen im Durchschnitt in Weiden 22,5, im Landkreis Neustadt 21,6 und im Landkreis Tirschenreuth 21,2 Schülerinnen und Schüler in jeder Kombiklasse.

120.000 Euro für Heu an Schulen
Maria Noichl, Agrarpolitische Sprecherin der SPD

Auf eine Anfrage der Rosenheimer SPD-Fraktionskollegin Maria Noichl musste das Landwirtschaftsministerium interessante Informationen zu einer Bildungsaktion der besonderen Art offenbaren: 11.350 Klassen der 3. und 4. Jahrgangsstufe erhielten demnach im November ein Päckchen mit Heu und begleitenden Informationen per Post.

„Dass auch Schulen im ländlichen Bereich aus der Großstadt München Heu geschickt bekommen, entbehrt nicht einer gewissen Komik“, so Maria Noichl, „völlig inakzeptabel ist aber der finanzielle Aufwand, der dahintersteckt". So wurde allein für die Beschaffung des Heus 25.000 Euro ausgegeben. Inklusive Begleitmaterial und Porto muss der Steuerzahler für die Werbeaktion aus dem Landwirtschaftsministerium 120.000 Euro berappen.
Weniger auskunftsfreudig war das Landwirtschaftsministerium bei der Frage nach der Resonanz von Schulen und Eltern. Lapidar hieß es, es hätte Reaktionen gegeben - kritische, aber auch ausgesprochen positive.
MdL Noichl: „Die kritischen Stimmen kamen wohl von den Schulen, die sich von der Aktion veräppelt fühlten. Positiv wurde die Aktion wohl von den Landwirten gesehen, die das Heu liefern durften."

Anfrage zur Streichung von Lehrerstellen
Auch wenn die Anfrage mit dem Satz "Diese Aussage trifft nicht zu" beantwortet wurde - vorstellbar ist es. Einsparung von Lehrerstellen durch die Bildung von Kombiklassen an den Grundschulen zur Sanierung des Haushaltes, so wie es in einem Gespräch an einer Grundschule gesagt worden sein soll. Annette Karl hatte sich in einer Anfrage an die Staatsregierung nach dem Sachstand dazu informiert: Ist es richtig, dass Regierungsmitarbeiter bei der Neubildung von Kombiklassen gegenüber den betroffenen Eltern diese als positive Einrichtung vertreten müssen, weil durch die Einsparung einer Lehrkraft der Schuldenabbau in Bayern vorangebracht werden könne und damit auch die „Zukunft der Kinder" nicht durch Staatsschulden belastet würde? Die Antwort dazu war sehr ausführlich und hatte eigentlich fast nichts mit der Fragestellung zu tun, denn es ging weder um die Vorzüge von Kombiklassen noch um die Flexible Grundschule in der Fragestellung.

Antwort de Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus:

Diese Aussage trifft nicht zu. Die Zuweisung der Lehrkräfte durch die Regierungen auf die Staatlichen Schulämter erfolgt auf der Grundlage der im Landkreis vorhandenen Schülerzahlen. Diese ändern sich durch die Errichtung von jahrgangskombinierten Klassen nicht. Aufgabe der Schulämter ist es, dieses Personal sachgerecht und mit Blick auf eine gleichmäßige und gerechte Versorgung aller Schulen des Landkreises einzusetzen.
Schulfach "Alltags- und Lebensökonomie"

SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl: "SPD hat Wort gehalten: SPD-Fraktion unterstützt mit eigenem Antrag Unterschriftenaktion der Landfrauen."

Der Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für den ländlichen Raum und örtliche Abgeordnete Annette Karl hatte beim Besuch in der Geschäftsstelle des Bauernverbandes gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Wolfgang Kreissl-Dörfler am 25. Februar 2013 der Kreisbäuerin Christa Kick ihre volle Unterstützung für die Unterschriftenaktion der Landfrauen mit dem Ziel, an allen bayerischen Schulen das Unterrichtsfach "Alltags- und Lebensökonomie (ALÖ)" einzuführen, zugesichert.
Karl sammelt nicht nur in ihrem Bürgerbüro Unterschriften, sondern hat sich in Ihrer Landtagsfraktion erfolgreich dafür eingesetzt, das Anliegen parlamentarisch aufzugreifen.

Karl: "Junge Menschen müssen für ihre Zukunft mit Kompetenzen ausgestattet werden, um ein selbstverantwortliches Leben in der Gesellschaft, aber auch im Beruf führen zu können. Wir dürfen nicht nur auf die Anhäufung von Wissen setzen, sondern müssen Zeit und Raum für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geben. Dazu gehören auch Fertigkeiten insbesondere im Bereich der Haushaltsführung, die später den Alltag entscheidend erleichtern können!"
Die SPD-Landtagsfraktion hat jetzt die Forderungen der Landfrauen als Antrag in den Landtag eingebracht. "Die Staatsregierung muss ein Konzept vorlegen, wie im Zuge der anstehenden Lehrplanüberarbeitungen ein eigenes Unterrichtsfach ALÖ über alle Jahrgangsstufen von der ersten bis zur zehnten Klasse in allen Schularten eingeführt wird", so Karl. "Im Vordergrund sollen dabei Ernährungs- und Gesundheitsbildung, Verbraucher- und Konsumbildung, finanzielle Allgemeinbildung sowie Haushalt und Familienpflege stehen!"

Die Unterschriftenliste steht hier zur Verfügung

LEP: Expertenanhörung bestätigt SPD-Position!

Karl: Landesentwicklung ist viel zu wichtig, als dass man einen unfertigen und untauglichen Entwurf durch die Instanzen peitschen sollte!
Zur heutigen Expertenanhörung zum Entwurf des Landesentwicklungsprogramms (LEP) begrüßt die Landesentwicklungsexpertin der BayernSPD-Landtagsfraktion Annette Karl das mit SPD-Forderungen nahezu deckungsgleiche Stimmungsbild der Experten: "Egal, ob Frau Prof. Gerlind Weber von der Universität für Bodenkultur Wien, die von Beschwörungsformeln im Entwurf sprach, oder Herrn Prof. Hubert Job von der Universität Würzburg, der drohende US-amerikanische Verhältnisse in der Landschaft anprangerte - es wurde von allen Seiten angemahnt, dass der Staat seinen erfolgreichen Weg einer starken Landesplanung weiterführen muss!", so Karl. "Dafür ist es notwendig, es nicht allen recht machen zu wollen, sondern Entscheidungen zu treffen und klare Ziele zu setzen." Dies gelte für das Anbindungsgebot, das die nur begrenzt vorhandenen Böden schützen solle, ebenso wie für die Entscheidungen zur Energiewende, erklärt Karl: "Wo ein Discounter gebaut wird, kann man keine Fotovoltaikanlage und kein Windrad mehr aufstellen!"

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