Bildung
Bologna richtiger Weg – in Bayern aber falsch abgebogen
Bildung in Bayern, Deutschland und Europa braucht mehr Geld und bessere Rahmenbedingungen
Zum Bildungsstreik an den Regensburger Hochschulen erklären die Oberpfälzer Abgeordneten aus Europarlament, Bundestag und Landtag:
„Der Bildungsstreik an den Hochschulen in Regensburg hat unsere volle Unterstützung. Die Studierenden und Schüler beklagen zu Recht, dass ihnen seit Jahren von CDU-Bundesbildungsministerin Schavan, FDP-Wissenschaftsminister Heubisch und CSU-Kultusminister Spaenle mehr Geld und bessere Rahmenbedingungen versprochen wurden, aber leider nichts passiert ist.
Die SPD-Landtagsfraktion zieht Konsequenzen aus den Studentenstreiks in Bayern: In einem aktuellen Dringlichkeitsantrag fordert sie entscheidende Korrekturen am sogenannten „Bologna-Prozess". „Die Studierenden haben mit ihren Protesten an vielen Stellen Recht. Der Bologna-Prozess muss jetzt nachjustiert werden. Ein weiteres Hinhalten darf es nicht geben", erklärt die hochschulpolitische Sprecherin Isabell Zacharias.
Die SPD-Hochschulsprecherin Isabell Zacharias fordert Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zu konkreten zu Zugeständnissen an die in ganz Bayern protestierenden Studenten auf. Zacharias: „Wir fordern die Rücknahme der Studiengebühren. Offensichtlich hat Heubisch die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Tausende gehen wiederholt auf die Straße. Und der zuständige Minister bewegt sich kein bisschen." Gesprächsangebote seien symbolträchtig, aber bewirkten nichts. „Die Studierenden brauchen jetzt auch einen konkreten Vorschlag, wie eine echte Studierendenvertretung aussehen könnte. Es muss mehr Mitbestimmung an Hochschulen geben", erklärt Zacharias.
Die SPD-Landtagsfraktion fordert grundlegende Änderungen bei der Lehrerbildung in Bayern. Nach einer Anhörung, die heute auf Initiative der SPD im Landtag stattfand, wird der Hochschulpolitiker Christoph Rabenstein Anfang November einen entsprechenden Gesetzentwurf einreichen. Die Ergebnisse der Anhörung sowie Vorschläge aus Berufsverbänden und der Öffentlichkeit fließen in den Gesetzentwurf ein.
Die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Isabell Zacharias, bedauert, dass 30.064 Studierende aus ganz Bayern sich nicht mit ihren Petitionen zur Abschaffung der Studiengebühren im Freistaat durchsetzen konnten, weil die Vertreter der CSU/FDP-Koalition im hochschulpolitischen Ausschuss dies heute abgelehnt haben. Die SPD-Hochschulsprecherin freut sich über das Engagement der Studierenden und wird weiterhin deren Kampf gegen die Studiengebühren politisch unterstützen.