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München/Weiden. Die A93 ist eine der unfallträchtigsten Autobahnen in Bayern. Besonders im Norden kracht es häufig. Tempolimits haben die Situation aber bereits spürbar entschärft.
Die abschnittsweisen Tempolimits auf der A93 zwischen Hof und Regensburg haben zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit beigetragen. Trotzdem liegt die Unfallhäufigkeit noch immer über dem Durchschnitt bayerischer Autobahnen. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Annette Karl hervor. Kurvige Bereiche Besonders unfallträchtig ist die A93 demnach im Abschnitt zwischen Schönwald, Selb und Rehau. Grund dafür sind die dort engen Kurvenradien, die beim Bau dem Umwelt- und Landschaftsschutz in dem ökologisch sensiblen Bereich geschuldet waren. Leicht über dem Durchschnitt liegen die Unfallzahlen auch im kurvigen Abschnitt zwischen Marktredwitz und Mitterteich.
Wegen der erhöhten Unfallträchtigkeit wurde 2006 zwischen Selb-West und Mitterteich-Nord ein durchgängiges Tempolimit von 130 km/h angeordnet. In den drei Jahren davor war es in dem Bereich zu 196 Unfällen mit 5 Getöteten, 32 Schwer- und 107 Leichtverletzten gekommen. In den drei Jahren danach sank die Zahl der Unfälle auf 123, wobei 2 Verkehrsteilnehmer zu Tode kamen, 14 wurden schwer, 74 leicht verletzt. Zwischen 2011 und 2013 trat eine weitere Verbesserung ein. Die Polizei registrierte nur mehr 96 Unfälle mit einem Schwer- und 38 Leichtverletzten. Unfalltote gab es in diesem Zeitraum keine. Im Innenministerium wertet man die positive Entwicklung als Folge der Geschwindigkeitsbegrenzung. Insgesamt kommt es auf der A93 nach der jüngsten verfügbaren Erhebung zu 0,24 Unfällen je einer Million gefahrener Kilometer. Der bayerische Durchschnitt liegt bei 0,2. Am unfallträchtigsten ist die A93 im Bereich der Umfahrung von Selb mit einem Wert von 0,53. In weniger kurvenreichen Teilstücken sinkt die Unfallhäufigkeit auf bis zu 0,09 ab.
Griffiger Belag
In seiner Antwort geht das Innenministerium auch auf Vermutungen und Gerüchte ein, die Verkehrssicherheit auf der A93 sei wegen nicht ausreichender Griffigkeit des Fahrbahnbelags oder einer "Wasserader" nur bedingt gewährleistet. Letzteres verwies das Ministerium in den Bereich der "Verkehrspsychologie", belegbare Hinweise gebe es nicht. Bezüglich der Griffigkeit habe eine Untersuchung im September 2014 keine Mängel ergeben. Nur an einzelnen Stellen sei der Belag durch Aufrauen optimiert worden.
Sie ging mit der Staatsregierung hart ins Gericht: Beim "Politischen Ascherfreitag" in Mitterteich übte die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende MdL Annette Karl mehrfach scharfe Kritik - etwa an der Wende bei der Energiepolitik und der mangelnden Finanzausstattung der bayerischen Kommunen.
SPD-Ortsvorsitzender Johann Brandl freute sich, dass der "Ascherfreitag" nach vierjähriger Pause wieder im Sportheim des ATS Mitterteich stattfinden konnte. Brandl erinnerte daran, dass der ATS eigentlich ein Abkömmling der SPD sei. "Gerade deshalb bin ich so glücklich, dass es beim ATS weitergeht und der Verein mit neuem Leben erfüllt wird."
Agrarexperte Arnold: Bauern dürfen nach dem Auslaufen der Milchquote nicht im Stich gelassen werden - SPD fordert Schaffung von Kriseninstrumenten
Der agrarpolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Horst Arnold zeigt sich anlässlich der Plenardebatte am Donnerstag enttäuscht über den Gleichmut der Staatsregierung gegenüber den bayerischen Milchbauern. "Ab April läuft die staatliche Milchquote - also das System zur Begrenzung der Milchmenge - aus", erklärt Arnold. Die SPD hatte in einem Antrag Kriseninstrumente gefordert, welche im Falle eines eklatanten Milchpreisverfalls greifen würden.
Statistisch betrachtet ist es um die Kinderbetreuung in Weiden ganz gut bestellt. „Aber wie soll eine Frau mit Kindern im Handel arbeiten?“, fragt Monika Reichel. Dafür bräuchte es Betreuung zu Randzeiten. Was das heißt, zeigt die Fachfrau auch gleich auf.
„Kräfte im Handel brauchen eine Kinderbetreuung am Samstag und werktags bis 21 Uhr“, sagt die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Weiden-Neustadt/WN. Eine andere Forderung richtet sich an die Arbeitgeber: „Diese Frauen benötigen einen verlässlichen Einsatzplan, und zwar 14 Tage vorher, nicht ad hoc.“ Das gilt für alleinerziehende Frauen, die in der Region zum harten Kern der Langzeitarbeitslosen zählen. Aber auch für verheiratete Mütter, die in der Realität immer noch die Hauptlast der Kindererziehung tragen, wie Annette Karl feststellt
Gute zwei Stunden hatte sich MdL Annette Karl gemeinsam mit MdB Uli Grötsch und MdB Albert Rupprecht auf Einladung des Jobcenters über die aktuelle Arbeitsmarktsituation in Weiden informiert.