Landtagsabgeordnete der SPD stellen Konzept der Gemeinschaftsschule in Bayern vor
Die Schule soll im Dorf bleiben. Das ist ein Ziel der SPD-Landtagsfraktion, die sich für das pädagogische Konzept einer Gemeinschaftsschule stark macht. „Wir wollen aber keine ideologischem Grabenkämpfe. Uns geht es nur um das Kind“, betonte bildungspolitischer Sprecher Martin Güll am Donnerstag im Gasthaus „Drei Lilien“ bei einem Bildungsdialog mit seinen Kolleginnen Annette Karl und Margit Wild.
Abgeordnete Anette Karl erläuterte nach Begrüßung der zahlreichen Pädagogen und Kommunalpolitiker das Modell der Gemeinschaftsschule. Dabei gehe es auch um die Frage, wie das hohe Bildungsniveau in Bayern gehalten werden könne angesichts der Tatsache, dass immer mehr Schulen geschlossen werden. „Auch Kinder stehen an der Grenze der Belastbarkeit.“
Landtagsabgeordnete Annette Karl ist empört darüber, dass die Staatsregierung Eigeninitiativen von Kommunen mit dem Verweis auf zukünftige Geburtenzahlen ablehnt.
Die nordoberpfälzer Stadt Tirschenreuth hatte sich mit der Idee zur Gründung einer Fachakademie für Sozialpädagogik an das Kultusministerium gewandt, welche mit Verweis auf den überdurchschnittlich hohen Geburtenrückgang in der nördlichen Oberpfalz (minus 15,9 %) und in Oberfranken (minus 10,25) in den nächsten Jahren abgelehnt worden ist. Durch diesen Rückgang der Neugeborenen wird der Anteil der potenziellen Studierenden zwischen 16-19 Jahren an einer solchen Fachakademie um 43% zurückgehen. Das Kultusministerium führt in der Antwort auf die Anfrage der nordoberpfälzer Abgeordneten weiter aus, dass damit die derzeit bestehenden Fachakademien gefährdet seien, da auch der regionale Bedarf an Fachkräften mit den bestehenden Akademien abgedeckt sei.