Christa Naaß und Monika Wopperer: Gleichstellung von Frauen und Männern müsste im 21. Jahrhundert eigentlich selbstverständlich sein
Christa Naaß und Monika Wopperer: Gleichstellung von Frauen und Männern müsste im 21. Jahrhundert eigentlich selbstverständlich sein
Seit mehr als einhundert Jahren geht es am Internationalen Frauentag um die Gleichstellung von Frauen und Männern. Auf dem Papier sind unser Grundgesetz und die Bayerische Verfassung eindeutig: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ In der Wirklichkeit müssen jedoch noch viele Hürden weggeräumt werden.
„Unter der schwarz-gelben Bundes- und Landesregierung ist weder der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern geringer geworden, noch ist der Frauenanteil in Führungspositionen groß gestiegen.
Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt, reguläre statt prekäre Beschäftigung, guter und gleicher Lohn für gute Arbeit sind der beste Schutz vor Altersarmut. Und wir brauchen mehr Frauen an der Spitze. Ohne gesetzliche Regelungen stößt die Gleichstellung der Geschlechter jedoch an Grenzen, wie wir seit Jahren erleben! Die Zeit ist reif für gesetzliche Regelungen!“ erklärt die Haundorfer SPD-Landtagsabgeordnete Christa Naaß.
„Wir wollen ein Gesetz für tatsächliche Lohngleichheit und -gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern, einen gesetzlichen Mindestlohn und reguläre Beschäftigung statt prekäre Beschäftigung, wie Mini-Jobs oder „kleine“ Teilzeit!
Nur so können Frauen eine eigenständige armutsfeste Alterssicherung aufbauen. Bis diese Ziele durchgesetzt sind, müssen die arbeitsmarktbedingten Nachteile in der Rentenbiographie durch einen steuerfinanzierten Nachteilsausgleich in der Rentenversicherung ausgeglichen werden.“ ergänzt Monika Wopperer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemo-kratischer Frauen (AsF) aus Gunzenhausen.
„Aber das ist nicht alles.“, betont Christa Naaß. „Wir wollen mehr Frauen an der Spitze. Und für diese ein Gleichstellungsgesetz, um bessere Aufstiegschancen in der Privatwirtschaft zu schaffen, gesetzliche Mindestquoten für Aufsichtsräte und Vorstände, eine Reform des Bundesgremiengesetzes und die Einbeziehung der Aufsichtsgremien der Sozialversicherungen und anderer Körperschaften des öffentlichen Rechts.“
Die Abgeordnete weist darauf hin, dass die AsF den Aufruf führender Journalistinnen für eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent in Spitzenpositionen von Redaktionen unterstützt. „Wenn es nach uns geht, würde es sogar eine mindestens 40prozentige Frauenquote in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft, in den Aufsichtsräten und den Vorständen börsennotierter Unternehmen geben. Unsere Vorschläge liegen am Tisch. Nun liegt es an Frauenministerin Schröder, sich endlich einmal für die Interessen von Frauen einzusetzen. Die Aktion der Journalistinnen macht deutlich: Frauen in Deutschland sind es leid, ständig vertröstet zu werden.
„Wir brauchen endlich mehr Frauen an der Spitze – verbindlich, schnell und per Gesetz’“, sind sich Monika Wopperer und Christa Naaß einig.
„Wir wollen für Frauen und Männer nicht nur die gleichen Chancen am Start, sondern auch im Ergebnis: beim beruflichen Aufstieg und bei der Beteiligung an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungen. Dafür kämpft die SPD seit Jahren. Und wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen. Und das nicht nur zum Frauentag.“
Homepage Christa Naaß, Bezirkstag