Verkehr
Die Bahnelektrifizierung der Strecke Regensburg-Hof sorgt auch weiterhin für viele Aktivitäten im Hintergrund des Abgeordnetenalltags.
Während sich der Bahnchef Bayern Klaus-Dieter Josel in einem Antwortschreiben auf die Forderungen von MdL Annette Karl hin noch überzeugt von einer Elektrifizierung der Bahnstrecke zeigt, aber einschränkend auf die nicht bekannte Zeitschiene und Finanzmittel des Bundes hinweist, geht die Bayerische Staatsregierung schon viel pessimistischer an die Sache heran. Auf die schriftlich Anfrage von MdL Annette Karl bezüglich der möglichen Auswirkungen eines erhöhten Güterverkehrs auf der Strecke gibt es jetzt ein Antwortschreiben.
Die Region Hochfranken wird nicht Standort einer Modellstadt für Elektromobilität. Dies geht aus einem Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie an die hochfränkische Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger (SPD) hervor. Die Staatsregierung setzt vielmehr auf die Städte Bad Neustadt a. d. Saale im Landkreis Rhön-Grabfeld und Garmisch-Partenkirchen in den bayerischen Alpen als Standorte zur Erprobung und Einführung der Zukunftstechnologie. Zudem werde laut Staatsministerium derzeit noch geprüft, ob im Bayerischen Wald eine Modellregion eingerichtet wird.
“Der Freistaat Bayern zeigt Oberfranken mal wieder die kalte Schulter. Anstatt mit der Vorfinanzierung der Planungskosten für die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale ein deutliches Signal nach Berlin zu senden, sperrt sich die Staatsregierung wie so oft gegen ein für Oberfranken immens wichtiges Projekt. Da hilft auch das Lippenbekenntnis von Verkehrsminister Martin Zeil nichts, für die Magistrale in Berlin einzutreten”, erklärt die SPD-Bezirksvorsitzende Anette Kramme.
Eine zeitgemäß leistungsfähige Anbindung an das europäische Bahnnetz sowie einen zügigen Ausbau der Bahn-Verkehrsinfrastruktur fordern die Oberpfälzer Abgeordneten der SPD-Landtagsfraktion für ihre Region. Hierzu haben die Landtagsabgeordneten Franz Schindler , Annette Karl, Margit Wild und Reinhold Strobl nun zwei entsprechende Anträge im Parlament eingereicht.