Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten, bedankte sich bei der Caritas und der Diakonie, dass sie den Pflegetruck auch nach Ansbach geholt haben mit dem Ziel, auch hier das Thema Pflege in die Öffentlichkeit zu bringen und die unterschiedlichen Problemstellungen zu thematisieren.
Die Bezirkstagsvizepräsidentin wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Derzeit sind rund 2,6 Mio Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Bis zum Jahr 2050 werden 4,36 Mio Menschen prognostiziert. Die Zahl der Demenzkranken steigt jedes Jahr um 200.000. Und schon jetzt fehlen Pflegekräfte. Im Jahr 2025 werden dies bereits deutschlandweit 152.000 Fachkräfte sein.
Alleine diese Zahlen zeigen auf, dass dringender Handlungsbedarf.
„Weil es um Menschen geht – um zu Pflegende und um die Menschen, die pflegen“, so Christa Naaß. „Eine gute Pflege braucht Zeit, eine gute Pflege braucht ausreichend Menschen in der Altenpflege und eine gute Pflege braucht aber auch mehr Geld.
Es mangelt jedoch
Die Rahmenbedingungen müssen deshalb weiter verbessert werden, damit auch die Attraktivität des Pflegeberufes steigt und für junge Menschen interessant wird, durch bessere Bezahlung, geringere Arbeitsbelastung und mehr Wertschätzung.
„Gerade die Arbeit am Menschen und mit Menschen wird in unserer Gesellschaft nicht ausreichend wertgeschätzt, obwohl sie doch so wertvoll ist.“, weiß die ehemalige Landtagsabgeordnete.
Sie verweist darauf, dass mit der Reform des Pflegezeitgesetzes und Familienpflegegesetzes für pflegende Angehörige durch die derzeitige Bundesregierung die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf verbessert wurde.
Das Pflegestärkungsgesetz ist ebenfalls ein wichtiger und richtiger Meilenstein zur Verbesserung der Situation. Der Pflegebedürftigkeitsbegriff, der sich bislang vorwiegend auf körperliche Einschränkungen bezieht, wird erweitert durch geistige und psychische Einschränkungen. Damit haben rund eine halbe Million Menschen mehr Anspruch auf Unterstützung durch die Pflegekassen
Ein Pflegeberufegesetz, das eine generalistische Pflegeausbildung beinhaltet, ist ebenfalls noch in dieser Legislaturperiode vorgesehen. Das bedeutet, dass alle Pflegeberufe eine gemeinsame Grundausbildung erhalten sollen.
Sie erinnerte aber auch daran, wie wichtig der nicht ganz einfache Kampf im Bayerischen Landtag für eine Schulgeldfreiheit auch bei der Pflegeausbildung war.
Was noch fehlt, ist die Einführung eines Umlagesystems für die Ausbildungskosten. Es werden derzeit nicht genügend Pflegekräfte ausgebildet. Einrichtungen, die im Konkurrenz-kampf weit vorne liegen wollen, bilden nicht aus. Ebenso fehlten flächendeckend in Bayern Pflegestützpunkte.
Vom Freistaat Bayern wünscht sich die Stellvertreterin des Bezirkstags-präsidenten einen Sonderetat für Investitionen für die Sanierung von Alten- und Pflegeheimen, auch auf Grund des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes. Millionen Euro an Investitionen kommen in diesem Zusammenhang auf die Träger zu.
Abschließend verwies sie auf die Leistungen und Aufgabenstellungen des Bezirk Mittelfranken:
Pflege kostet Geld. Viele Menschen können sich die hohen Kosten einer Heimunterbringung jedoch nicht leisten. Der Bezirk Mittelfranken als Sozialhilfeträger und Träger der Kriegsopferfürsorge springt hier ein.
Auf diese Weise hilft der Bezirk Mittelfranken derzeit jährlich ca. 7000 Menschen in 252 Alten- und Pflegeheimen. Dies ist mit einem Bruttoaufwand von über 113 Mio Euro jährlich verbunden.
Christa Naaß hatte noch weitere Zahlen parat:
205 Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt Ansbach bekommen „Hilfe Zur Pflege“, 508 Leistungsberechtigte sind es im Landkreis Ansbach, 324 Leistungsberichtigte aus dem Landkreis Neustadt a.d. Aisch/Bad Windsheim und 308 Leistungsberechtigte aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Abschließend warb sie nochmals für eine gute und menschenwürdige Pflege und für gute und menschenwürdige Arbeitsverhältnisse!
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Seit 1992 betreibt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Wöllershof einen Energiewald (Kurzumtriebsplantage) zur Erforschung, welche Baumart und welcher Ernterhythmus sich besonders gut eignet. So wurde in den letzten Jahr ein Teil der Fläche im fünfjährigen Rhythmus und der andere in zehnjährigen Abständen abgeerntet. Dr. Herbert Borchert und Dr. Frank Burger vom LWF stellten MdL Annette Karl, 1. Bürgermeister Markus Ludwig und SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Johann Völkl die bisherigen Erfahrungen vor und erläuterten interessante Details. Mit der bisherigen Ernte in Wöllershof konnten u.a. über 200.000 Liter Heizöl eingespart werden.
Die Landtagsabgeordnete Annette Karl freut sich, dass die Staatsregierung den massiven Forderungen aus der Region zur Verbesserung der Sicherheit im Abschnitt Mitterteich - Pechbrunn der Autobahn A93 nachkommt. Die Autobahndirektion Nordbayern ist derzeit in den Vorbereitungen für den Bau eines durchbruchsicheren Systems in der Mitte der beiden Richtungsfahrbahnen. Der Austausch der Leitplanken soll noch im Herbst diesen Jahres erfolgen.
Die schweren Unfällen im Herbst 2014 und im Juli diesen Jahres, bei denen die Mittelleitplanken durchbrochen worden sind und viele Tote zu beklagen waren, haben die Dringlichkeit der Maßnahmen noch einmal auf erschreckende Weise deutlich gemacht.
Karl:“ Leider müssen in Deutschland und Bayern anscheinend immer erst schwerste Unfälle passieren, bevor Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr unternommen werden. Wir brauchen endlich ein präventives Sicherheitskonzept für den Verkehrsbereich um solche beklagenswerten Vorfällen möglichst im Vorfeld zu verhindern.“
Zu einem Gespräch mit Personalräten der nördlichen Oberpfalz hatte Landtagsabgeordnete Annette Karl ihren Fraktionskollegen Arif Tasdelen eingeladen, der als Mitglied des Ausschusses für Fragen des Öffentlichen Dienstes über die letzten Diskussionen und Entscheidungen im Landtag berichtete und die Vorstellungen der SPd-Landtagsfraktion zur Stärkung des öffentlichen Dienstes in Bayern darstellte.
Die Personalvertreter aus Schulen, Behörden, Ämtern und Gerichten konnten Ihre Anliegen bei den Thema Anerkennungszeiten, Telearbeitsplätze, Mitarbeiterführung und Ausbildungsförderung und Nachwuchsgewinnung adressieren. Die beiden Abgeordneten sagten hier intensive Unterstützung zu.
Karl und Tasdelen baten darum ihren Dank für die verantwortungsvolle und sehr gute Arbeit der Beschäftigten des Freistaates Bayern an die Kollegen weiterzugeben. Das Gespräch habe für die weitere Arbeit im Landtag wichtige Informationen geben können, vor allem im Bereich der Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen für die Beschäftigten.