Die bekannte Schauspielerin Iris Berben bekam von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und der BayernSPD den Toni-Pfülf-Preis verliehen.
Mit dem Preis würdigt die BayernSPD das Leben und Wirken der Reichstagsabgeordneten Antonie Pfülf (1877 – 1933), die die Gleichstellung der Frau schon damals als Querschnittsaufgabe sah und sich dem nationalsozialistischen Regime widersetzte und letztendlich lieber ihrem Leben ein Ende setzte als unter diesem Regime zu leben.
Die Haundorferin Christa Naaß, Präsidiumsmitglied der BayernSPD, gratulierte der Preisträgerin nach der Verleihung in München am vergangenen Samstag.
Iris Berben bekam den Preis für ihr Engagement gegen Rechtsradikalismus und für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland sowie für ihre herausragende Rolle als Elisabeth Selbert im Film „Sternstunde ihres Lebens“.
Iris Berben, eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen, war und ist der Kampf gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit ein besonderes Anliegen. So erinnerte sie in Lesungen aus dem Buch „Mama, was ist Auschwitz?“ oder bei den von Michael Verhoeven inszenierten Gegenüberstellungen von Teilen aus den Tagebüchern von Anne Frank und Joseph Goebbels auf höchst eindringliche Weise an das grausamste Kapitel der deutschen Geschichte.
Für Iris Berben ist „es eine große Ehre im Zusammenhang mit diesen beiden Frauen, Toni Pfülf und Elisabeth Selbert, genannt zu werden. Diese Frauen machen Mut, Hoffnung und sie geben Beispiele und sind Vorbild. Wir müssen auch heute immer wieder ein klares Bekenntnis zu Menschlichkeit und Solidarität vorleben, so wie es Toni Pfülf getan hat“.
Frau Berben spendete ihr Preisgeld an den Verein „München ist bunt“, ein gemeinnütziger Verein, der sich gegen Rassismus und Menschenverachtung sowie für eine demokratische und tolerante Stadtgesellschaft einsetzt.
Die Firma TenneT informiert in sogenannten Informärkte die Bürgerinnen und Bürger der Region über das in Kürze beginnende Raumordnungsverfahren zum Projekt Ostbayernring.
Beim Ostbayernring handelt es sich um die bestehende Stromtrasse von Redwitz in Oberfranken über Mechlenreuth und Etzenricht bis nach Schwandorf in der Oberpfalz, die auf 380 kV Übertragungsleistung aufgerüstet werden soll.
Die Infomärkte in der Region finden statt:
SPD: Statt neue Stellen zu schaffen, wird massenhaft Pflichtunterricht gestrichen
Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Staatsregierung auf, das Personal an den bayerischen Berufsschulen massiv aufzustocken, und zwar nicht nur für die Versorgung der Flüchtlinge. Kathi Petersen, Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags, weist darauf hin, dass der Bildungsetat im aktuellen bayerischen Haushalt 11,2 Milliarden Euro beträgt. Davon sind aber lediglich 450 Millionen Euro für die Berufsschulen vorgesehen. "Das sind noch nicht einmal fünf Prozent! Die Staatsregierung behandelt die Berufsschulen wie ein ungeliebtes Stiefkind und klagt gleichzeitig über die mangelnde Anerkennung dieser Schulart in der Gesellschaft", kritisiert die SPD-Politikerin.
"Die Überstunden, die allein in diesem Sommer an den bayerischen Berufsschulen geleistet wurden, entsprechen 359 Planstellen. Statt neue Stellen zu schaffen, fällt massenhaft Unterricht aus. Deutschunterricht wird reduziert, Sportunterricht an vielen Berufsschulen einfach gestrichen, obwohl beides Pflichtfächer sind!"
- Otto Kögler war als 9jähriger beim ATUS-Sportfest in Aussig-
Der 94-jährige Otto Kögler aus Ansbach war die Überraschung einer besonderen Filmvorführung beim Jahresseminar der Seliger-Gemeinde in Bad Alexandersbad, berichtet die Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates und Vorstandsmitglied der Seliger-Gemeinde Christa Naaß aus Haundorf.
Aus des Tiefen des Tschechischen Staatlichen Filmarchivs in Prag holten Thomas Oellermann und Jan Sicha bei der Suche nach sudetendeutschen Dokumentarfilmen in der Tschechischen Republik einen Stummfilm aus dem Jahre 1930 mit dem Titel „Von unten auf“ über das ATUS-Sportfest in Aussig/Usti nad Labem hervor, der im Auftrag des ATUS, der Sportorganisation der Sudetendeutschen Sozialdemokraten, gedreht worden war.
Nachdem der 40-minütige Film, nunmehr digitalisiert und von einem Video-Beamer an die Leinwand geworfen worden war, stand plötzlich Otto Kögler aus dem Rund der Seliger-Gemeinde auf und fragte, ob jemand der Anwesenden 1930 dabei gewesen sei? Und gab die Antwort ganz schnell selbst: „Ich war als 9-jähriger dabei.“ Er sei damals zum ersten Mal mit dem Zug gefahren und das schönste sei gewesen, wie sie bei den Massenturnübungen als Kinder sich frei bewegen konnten. Zur Beglaubigung hielt er seine Ausweise in der Hand, darunter den vom ATUS, in dem noch Marken bis zum September 1938 geklebt waren.
So kamen nach 85 Jahren ein Film über ein herausragendes Ereignis des Arbeitersports, der Jahrzehnte verschiedenster Diktaturen im Dunkeln schlummerte, und ein damaliger junger Akteur, der von dem Film keine Ahnung hatte, zu einer bemerkenswerten Begegnung. Das Jahresseminar, das unter dem Thema „Kriegsende und Neuanfang – Befreiung und Vertreibung vor 70 Jahren“ stand, hatte einen fulminanten Akkord zur Eröffnung und alle Teilnehmer begriffen wieder einmal, wie wichtig die Seliger-Gemeinde noch immer im Austausch mit der Tschechischen Republik ist.
Im Frühjahr 2015 häuften sich die Klagen von Beamten des Freistaates Bayern über die langen Bearbeitungszeiten ihrer Beihilfeanträge. Annette Karl hatte sich damals mit einer Anfrage an die Staatsregierung gewandt und um Auskunft über die aktuellen Zeiträume gebeten, die es braucht von der Einreichung bis zum Versand des Bescheides.
Leider gehen weiterhin zahlreiche Klagen über die langen Bearbeitungszeiten, auch aufgrund des Artikels auf dieser Homepage, bei Frau Karl ein.
Annette Karl hat sich deshalb in einer Anfrage an die Staatsregierung gewandt, um zu erfahren, ob die angekündigten Maßnahmen von Staatsminister Söder mittlerweile für eine Beschleunigung der Verfahrensdauer gesorgt haben. Ebenso fordert die BayernSPD-Landtagsfraktion in einem Antrag die Schaffung von 12 zusätzlichen Stellen in den Beihilfezentren, damit die Beschäftigten des Freistaates Bayern nicht wochenlang Gelder vorfinanzieren müssen.