In seiner 134. Sitzung am 30.11.2015 hat der Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung über Förderanträge aus ganz Bayern entschieden, darunter befanden sich auch zahlreiche Anträge aus der nördlichen Oberpfalz.
Die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl freut sich darüber, dass für Sanierungen im Rahmen des Denkmalschutzes insgesamt 472.980,00 Euro bewilligt worden sind. Auch wenn es teils nur kleinere Förderbeträge für die baulichen Maßnahmen sind, so können damit Denkmäler und historische Gebäude erhalten werden.
Im einzelnen waren dies:
Gerne kam die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten Christa Naaß der Bitte des P-Seminars der 11. Klasse des Johann-Sebastian-Bach Gymnasiums in Windsbach nach, diese im Bezirksrathaus in Ansbach zu empfangen.
Der verantwortliche Schüler Jonas König nahm deshalb Kontakt mit Christa Naaß auf und schilderte, dass sich die Schülerinnen und Schüler wöchentlich zum Austausch mit ihrem Lehrer Alexander Höhn treffen, um sich über eine mögliche berufliche Laufbahn auszutauschen, sich über politische Abläufe zu informieren und um ganz konkret Einblick in die verschiedenen politischen Ebenen zu bekommen.
Mit großem Interesse und gut vorbereitet verfolgten die Schüler die von Christa Naaß geleitete Bezirksausschusssitzung. Im Anschluss wurde der neue Bezirksfilm angeschaut, in dem auf die verschiedenen Aufgabenstellungen des Bezirks eingegangen wird. Die stv. Bezirkstagspräsidenten nahm sich gerne Zeit um alle Fragen umfassend zu beantworten.
Die Schauspielerin Iris Berben und die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Unterfranken haben in München den Toni-Pfülf-Preis der BayernSPD entgegengenommen. Berben wurde für ihre Rolle der Elisabeth Selbert in dem Film "Sternstunde ihres Lebens" sowie für ihr Engagement gegen Rassismus ausgezeichnet. Die AsF-Unterfranken erhielt den mit jeweils 1000€ dotierten Preis für ihre Frauenhauskampagne.
Christa Naaß, Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates bedankte sich zu Beginn der Veranstaltung bei Herrn Freyberg, dass er die Ausstellung „Die Reichskanzler der Weimarer Republik“ nach Ellingen geholt hat.
12 Reichskanzler regierten das Deutsche Reich während der ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland, der Weimarer Republik, zwischen der Eröffnung der Nationalversammlung in Weimar am 06.02.1919 und der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.
Christa Naaß bedankte sich aber auch bei der Stiftung Reichspräsident Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg und Herrn Dr. Braun für diese Ausstellung, die dem Vergessen entgegenwirkt und die Reichskanzler der Weimarer Republik wieder ins öffentliche Bewusstsein bringt.
„Nach und neben Friedrich Ebert und Gustav Stresemann kann Hermann Müller, der bereits mit 17 Jahren der SPD beigetreten ist, als eine der wichtigsten politischen Persönlichkeiten der Weimarer Demokratie gelten“, so Christa Naaß. „An seiner Biographie lassen sich wie an kaum einer anderen die Handlungsspielräume, Möglichkeiten und Versäumnisse sowie das tragische Scheitern der ersten deutschen Republik aufzeigen – sowie sein durch einen jahrzehntelangen Kampf um die Demokratie geprägtes und davon letztendlich auch aufgezehrtes Leben.
Als Mitglied des SPD-Parteivorstandes, des Zentralrates der Arbeiter- und Soldatenräte, Fraktionsvorsitzender und Ausschussvorsitzender in der Nationalversammlung hatteHermann Müller, der auch "Franken-Müller" genannt wurde, die demokratische Umbruchphase unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg in vorderster Reihe mit gestaltet. In dieser Zeit waren die Integrationskraft und das Fingerspitzengefühl von Hermann Müller besonders gefragt gewesen.
Hermann Müller war zweimal Reichskanzler (1920 und 1928/30) und er war der letzte Reichskanzler einer parlamentarisch legitimierten Regierung der Weimarer Republik. Trotz außenpolitischer Erfolge geriet der Reichskanzler in einen nicht zu bewältigenden Spagat zwischen seinem immer weiter nach rechts abdriftenden Koalitionspartner DVP einerseits und seiner zunehmend an die Grenzen ihrer Kompromissfähigkeit geratenden eigenen Partei.
Das Auseinanderdriften der sozialpolitischen Ansichten der Regierungsparteien führte dann endgültig zum Auseinanderbrechen der Großen Koalition: Die Debatte um eine Reform und die grundlegende Finanzierung der Arbeitslosenversicherung zeigte, wie weit die Positionen von SPD und DVP aber auch des Zentrums auseinander lagen.
Die Machtergreifung hat Hermann Müller nicht mehr erlebt. Er starb 1931 im Alter von nur 54 Jahren, verschlissen im Kampf für eine gerechte Sache. Er hatte die Machtergreifung des Nationalsozialismus nicht mehr erlebt – aber seine Familie, die „als Sippenangehörige“ eines „Novemberverbrechers“ angefeindet, ausgegrenzt, diskriminiert und verfolgt wurde“.
Christa Naaß ging in ihrem Grußwort aber auch auf die derzeit stattfindenden Gedenkveranstaltungen ein, in denen an die Reichspogromnacht am 09. November 1938 vor 77 Jahren erinnern wird und stellte fest, dass diese Veranstaltung und Ausstellung gut in die Reihe des Erinnerns passt – des Erinnerns daran, wohin Ausgrenzung, Hetze, Hass, Intoleranz, das Schüren von Ressentiments führen kann. „Ich sage das ganz bewusst auch im Hinblick auf die wachsende Anzahl von Übergriffen auf Ausländer, auf Flüchtlingsunterkünfte. Aus verbaler Gewalt wird ganz schnell tätliche Gewalt“, so Christa Naaß. „Deshalb ist es wichtig, der Opfer zu Gedenken, aber auch klar Haltung gegen jeden Ansatz von Ausgrenzung zu beziehen und Widerstand gegen rechtsradikale Tendenzen zu leisten“.