SPD Generalsekretärin Katarina Barley besuchte gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch, den Landtagsabgeordneten Annette Karl und Franz Schindler und zahlreichen Genossinnen und Genossen die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Gedenkstättenleiter Dr. Jörg Skriebeleit führte die Besucher über die Gedenkstätte und durch die Ausstellung. Höhepunkt des Termins war der Besuch des "Stein des Anstoßes", welcher vor über 20 Jahren errichtet worden ist.
Ein Bericht über den Besuch auf Onetz.de
Zum Ausklang des ersten Abends des 66. Oberpfälzer Bezirksschützentages trafen sich die Vertreter der Vereine mit ihren Abordnungen zum Kameradschaftsabend im Hotel „Regina“.
Im Mittelpunkt dieses gemütlichen Treffens standen die Ehrungen einer Vielzahl von Schützen, die ihren Sport seit langer Zeit ausüben. Bezirksschützenmeister Roland Roith begrüßte im voll besetzten Saal des Hotels „Regina“ die Gäste. Die Ehrungen seien ein Dank des Bezirks für die langjährige ehrenamtliche Mitarbeit im Schützenwesen. Gemeinsam mit 2. Bezirksschützenmeister Dieter Beer und Bezirksschriftführer Bernhard Auburger überreichte Roith die Auszeichnungen. MdL Annette Karl versicherte, gern für die Schützen tätig zu sein, weil sie neben dem Sportlichen auch die Gemeinschaft pflegen und ein gutes Miteinander haben. Faszinierend sei bei den Schützen die hervorragende Jugendarbeit, sagte die Landtagsabgeordnete, die selbst zu den Geehrten zählte.
Oberpfalz TV berichtet über die Diskussion und die Vorstellung der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung "Gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern - Nicht nur Aufgabe der Kommunen"
Gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern“: Zu diesem Grundrecht, das 2013 in die bayerische Verfassung aufgenommen wurde, stellte Professor Dr. Manfred Miosga im AriboHotel in Erbendorf seine Studie im Auftrag des Bayern-Forums der FriedrichEbert-Stiftung vor. Ein wichtiger Teilaspekt war die Steinwald-Allianz
Miosga stellte fest, dass die Privatisierung staatlicher Unternehmen zum Rückzug aus der Fläche geführt habe. „Zahlreiche Arbeitsplätze wurden so in Ballungsräume verlagert.“ Eine Folge davon sei im ländlichen Raum, dass auch die Versorgung zurückgeführt werde. Aktuell nannte er auch die Aufgabe von Zweigstellen der Sparkassen und Raiffeisenbanken. Damit gehe zum Teil auch die Identität eines Dorfes verloren.
Zwar in der Verfassung, doch auf dem Papier stehen „Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“. Die vom Landtag eingesetzte Enquete-Kommission soll bis Mitte 2017 umsetzbare Handlungsempfehlungen geben. Für Ernüchterung sorgt auch die jüngste Bereisung der Experten.
Trotz des Wohlstands in Bayern haben sich nach Meinung von Professor Manfred Miosga die Unterschiede zwischen ländlichen Gebieten und Ballungsräumen weiter erhöht. Der Wissenschaftler der Universität Bayreuth sieht durch die Privatisierungen (Rückzug von Post und Bahn aus der Fläche) eine Verschlechterung der Versorgungsqualität; dazu komme aktuell die Schließung von Sparkassen- und Bankfilialen in den Ortskernen. Bei einer Veranstaltung in Erbendorf warnte Miosga, dass eine Vernachlässigung der ländlichen Räume „Identifikations-Probleme“ beim sozialen Zusammenhalt zur Folge habe. „Das reiche Bayern muss es sich leisten können, die Ränder nicht weiter abdriften zu lassen.“