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"Sie sind die Säulen der Gesellschaft, Sie halten das Land zusammen." Die SPD-Landtagsfraktion hat bei einem Empfang in der "Wirtschaft" erneut die Arbeit der Ehrenamtlichen im Landkreis gewürdigt. Der große Saal des Sportheims war voll, obwohl nur wenige Meter weiter in der Neustädter Stadthalle der scheidende Ministerpräsident Horst Seehofer zum Ehrenamtsempfang erwartet wurde. Wie Landtagsabgeordnete Annette Karl als Gastgeberin sagte, hätten sich die Termine unglücklich überschnitten.
Seehofer haben die Besucher des SPD-Empfangs dann doch nicht verpasst. Und während in Neustadt ein Staatssekretär in Vertretung des Ministerpräsidenten sprach, suchte in Altenstadt der stellvertretende Chef der SPD-Landtagsfraktion, Horst Arnold, zu belegen, dass die bayerische SPD auch nach 61 Jahren Opposition "Geburtshelfer aller guten Politik" im Freistaat sei. Das Zehn-Punkte-Programm des designierten Seehofer-Nachfolgers Markus Söder bestehe zu 60 Prozent aus SPD-Forderungen und -Anträgen, sagte Arnold. Und wenn Sozialministerin Emilia Müller angesichts von 250 000 armen Kindern im Freistaat fordere, keiner dürfe zurückbleiben und abgehängt werden, zeige dies nur, wie sehr die CSU von der SPD abschreibe.
"Wir feiern heute und genießen einen Abend, der uns Frauen gehört, mit einem tollen Programm." So begrüßte Sabine Zeidler, Stadträtin und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), am Internationalen Frauentag im voll besetzten "Almhütt'n"-Saal die überwiegend weiblichen Besucher, die mit Blumen beschenkt wurden. Sie hatte nicht zu viel versprochen, denn es wurde ein Programm mit historisch-politischen Inhalten und fröhlich-bunter Unterhaltung geboten.
Geleitet von der deutschen Politikerin Clara Zetkin und geprägt durch den Kampf um Gleichberechtigung, Verbesserung der Lebensbedingungen und das Wahlrecht für Frauen, hatte der erste internationale Frauentag am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den USA stattgefunden. 1921 wurde als neuer fester Termin der 8. März bestimmt. Als bedenklich bezeichnete Zeidler die Tatsache, dass seit einigen Jahren vor allem Frauen in den westlichen Ländern diesen Tag kritisch hinterfragen. Auch heute noch würden Frauen unterdrückt und diskriminiert, müssten Gewalt erleiden, verdienten weniger als Männer und seien in Spitzenpositionen unterrepräsentiert. Im Bundestag schrumpfte der Frauenanteil auf 30,7 Prozent, im Bayerischen Landtag sogar auf 28 Prozent.
Auch in diesem Jahr fand, traditionell um den Weltfrauentag herum, am 3. März 2018 das Frauenfrühstück von Landtagsabgeordneter Annette Karl in der dWirtschaft in Altenstadt/WN. statt. Fast 90 Frauen meldeten sich im Vorfeld zu der Veranstaltung an, welche in diesem Jahr das Thema „Arbeitsmarktpolitik für Frauen“ hatte. Die hohe Anmeldezahl zeigt, welchen Nerv das Thema bei den Frauen vor Ort trifft. Nachdem sich die Frauen an dem, wie jedes Jahr sehr reichhaltigen und leckeren Frühstücks bedient hatten, begrüßte MdL Annette Karl sehr herzlich die Gäste. Die Landtagsabgeordnete stellte zuerst die Frage, „Warum es eine Arbeitsmarkpolitik speziell für Frauen braucht„ und gab zugleich zur Antwort, dass „Frauen – im Gegensatz zu Männern - einfach andere Ansprüche an ihren Beruf stellen.“ Es sei Aufgabe der Politik, „diese Ansprüche mit in die Arbeitsmarktpolitik einzuflechten, umso mehr Fachkräfteressourcen heben zu können, “ so Karl.
Daneben stellte die Abgeordnete fest, dass es für Frauen entmutigend sei, bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt zu werden als Männer. Ebenso forderte Karl eine Aufwertung und höhere Wertschätzung von frauentypischen Berufen. Dabei handelt es sich häufig um Pflegeberufe oder auch Sekretariatsaufgaben. Im weiteren Verlauf sprach Karl Themen an, wie „Teilzeitfalle“, „Rentenarmut“, die häufig Frauen betrifft und sowie den Dauerbrenner „Kinderbetreuung“. Gleichzeitig forderte sie, dass Frauen eine echte Wahlfreiheit brauchen, wenn sie z. B. trotz Nachwuchs arbeiten gehen möchten. Die Schlussfolgerung sei, so Karl, „eine komplett kostenfreie Kinderbetreuung“.
SPD-Abgeordnete Annette Karl und Florian von Brunn: Maßnahmen des Ministers zerstören Naturräume und bringen den Städten und Gemeinden keinen erkennbaren Nutzen
Die wirtschaftspolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Annette Karl ist angesichts des heute in Kraft getretenen geänderten Landesentwicklungsprogramms entsetzt über die damit bewirkte Zerstörung der Heimat. "Es wird mal wieder deutlich, dass Minister Söder, der das Landesentwicklungsprogramm in dieser Form zu verantworten hat, die Heimat offenkundig egal ist", kritisiert Karl scharf. "Durch die Lockerung des sogenannten Anbindegebots, die Söder vorangetrieben hat, wird es Unternehmen nun viel eher möglich, Flächen weitab der Ortschaften irgendwo auf die grüne Wiese zu bauen. Ein echter Söder: Vornerum von Heimat schwadronieren, hintenrum die Natur zubetonieren!"
Wirtschaftspolitikerin Karl für schnelles Internet für Schulen und Chancengleichheit - Vorsitzender des Bildungsausschusses Güll: Technik wird den Unterricht revolutionieren - Lehrer weiterbilden
Die SPD-Landtagsfraktion fordert kostenlose Tablets für alle Schülerinnen und Schüler an bayerischen Schulen. Dafür muss die in Bayern bestehende Lernmittelfreiheit ausgeweitet werden. "Tablets werden im Unterricht immer häufiger genutzt, und wir wollen gleiche Voraussetzungen für alle Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Geldbeutel der Eltern", erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Annette Karl.