Anlässlich des diesjährigen Sommerfestes gratulierte Christa Naaß auch zum 25jährigen Bestehen der AWO-Wohnstätte in Möhren und freute sich, als Vertreterin des Bezirkstagspräsidenten die besten Grüße des mittelfränkischen Bezirkstages und vom Präsidenten selbst überbringen zu dürfen.
„Ein Viertel Jahrhundert sind sie nun alt – jung an Jahren, aber reich an Erfahrung“, stellte Christa Naaß fest.
Und sie sagte danke, dass die Arbeiterwohlfahrt ein vielfältiges Angebot für Menschen mit seelischen Erkrankungen zur Verfügung stellt und in einem Jahr, in dem die Arbeiterwohlfahrt ihren 95. Geburtstag begehen wird – gegründet im November 1919 von Marie Juchacz - das 25jährige Bestehen der Einrichtung feiern kann.
„Helfen und Gestalten! Das war schon immer das zentrale Anliegen der Arbeiterwohlfahrt seit ihrer Gründung“, stellte die Vizepräsidentin fest. „Dieses Motto steht auch bei der AWO Roth-Schwabach und damit auch in Möhren an oberster Stelle: Partner zu sein für diejenigen, die Unterstützung auf unterschiedlichste Art brauchen, ihnen dabei helfen wieder am Leben teilhaben und zu einem selbst bestimmten, eigenständigen Leben finden zu können.
Die AWO bietet eine umfangreiche Palette von Hilfestellungen für Menschen mit einer psychischen Erkrankung bzw. Behinderung im offenen Bereich, im beschützten Bereich sowie in der Arbeitstherapie an.
Wenn es gemeinsam gelingt, die Krankheit und den Alltag zu meistern, psychische Stabilität wieder herzustellen oder zu verbessern, Eigenständigkeit und damit auch Selbstbewusstsein zu entwickeln, dann ist das für alle Beteiligten ein riesiger Erfolg.
Und Arbeit - die Teilhabe durch Arbeit ist hier ein ganz wichtiger Faktor.
Der Bezirk Mittelfranken ist dabei ein wichtiger Partner und wird es auch bleiben.
Für das Wohnheim im offenen Bereich ist der Bezirk Mittelfranken Kostenträger für 24 Plätze mit einem jährlichen Kostenaufwand von 860.000 Euro, für den beschützten Bereich derzeit für 15 Plätze mit einem jährlichen Finanzaufwand von 630.000 Euro, also insgesamt von 1.490.000,00 Euro.
Und bei der Externen Arbeitstherapie übernimmt der Bezirk den Gesamtaufwand für 34 Plätze von 200.000 Euro. Gerade die Arbeitstherapie hilft den psychisch kranken Menschen, Stabilität und Bestätigung zu finden.
Das sind Beispiele die aufzeigen, in welch vielfältiger Weise der Bezirk dazu beiträgt, dass diese Angebote vorgehalten werden können – auch wenn das oft gar nicht nach außen dringt“.
„Wir müssen uns aber auch bewusst machen“, so Christa Naaß weiter, „dass die Anzahl der seelisch belasteten und psychisch kranken Menschen immer mehr zu nimmt, auch hier bei uns in Mittelfranken und auch immer mehr jüngere Menschen Hilfe brauchen.
Viele Menschen sind eben nicht so stark und belastbar wie andere, halten den Stress, den Druck am Arbeitsplatz, in der Familie, in der Schule, die Arbeitslosigkeit u. v. m. nicht mehr aus und werden krank – sehen keine Brücke mehr aus ihrem persönlichen Zustand heraus.
Gerade diese Menschen brauchen mehr Hinwendung statt Abkehr, Fürsorge und Unterstützung statt Gleichmut und Achselzucken, wohl wissend, dass es oft für das Umfeld und auch die Betroffenen schwer ist, gerade diese Form von Erkrankungen zu erkennen und darauf richtig zu reagieren.
Die AWO Roth-Schwabach, als zweitgrößter Kreisverband der AWO landesweit mit über 40 Einrichtungen und Dienstleistungen reagiert darauf mit immer neuen Angeboten für ein möglichst selbständiges und eigenverantwortliches Leben.
Aber in Möhren geht es nicht nur um Wohnen und Arbeiten. Es gibt auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, ob es Fußball, Kegeln, Kochen, Billard ist oder ein „Wohlfühlgarten“ als Ort für Ruhe und Besinnung.
„Den sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen“, zitiert die Vizepräsidentin Willy Brandt anlässlich des 50. Geburtstages der Arbeiterwohlfahrt, „das heißt, sich gegenseitig zu helfen, die Sorgen und Nöte des anderen mitzutragen, füreinander dazu sein. Menschlichkeit und Solidarität werden auf diesem Wege Wirklichkeit“.
Abschließend dankte Christa Naaß in diesem Sinne dem neuen Leiter der Einrichtung, Herrn Hofbeck und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihre Tatkraft und ihre Freude an der Arbeit mit Menschen, die Ihre Unterstützung brauchen.
„Die Personalschlüssel für Kitas in Bayern liegen 20 bis 30 Prozent über einem kindgerechten und pädagogisch sinnvollen Betreuungsverhältnis.“ Um die gebotene Qualität in den Einrichtungen gewährleisten zu können, braucht Bayern zusätzliche 10.900 Erzieherinnen und Erzieher. Diese Feststellung stammt von den Experten der Bertelsmann-Stiftung, die heute den Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme veröffentlicht hat. Thomas Beyer, Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Bayern, kommentiert sie so: „Leider zeigt die Expertise, dass Bayern in Sachen frühkindliche Bildung nach wie vor hinter anderen Bundesländern herhinkt. Und sie bestätigt die Arbeiterwohlfahrt, die seit Jahren von der Bayerischen Staatsregierung größeren Einsatz – dazu zählt zwingend ein günstigerer Personalschlüssel – für mehr Qualität in den Kitas fordert. Daran ändert auch die neue Studie nichts – leider.“
Energieexpertin Annette Karl und Umweltexperte Florian von Brunn machen sich auf Deutschlands höchstem Berg Bild vom Klimawandel
Die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Annette Karl und Umweltausschuss-Mitglied Florian von Brunn sind am 24.07.2014 zur Zugspitze gereist, um die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus zu besichtigen und sich über die Arbeit der Wissenschaftler zu informieren. Dabei zeigten sie sich beeindruckt von der Einrichtung. Das Schneefernerhaus, welches von der Staatsregierung unterstützt wird, sei eine exzellente Einrichtung, so die beiden SPD-Politiker. Das Thema Klimawandel müsse nun aber auch als echte Heruasforderung, speziell für Bayern, erkannt werden. Von Brunn sagt: "Es muss endlich ein verbindliches Klimaschutzgesetz festgesetzt werden. Bereits im vergangen Jahr hat die SPD einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht. Ein eigenes Klimaschutzgesetz in Bayern ist längst überfällig! Passiert ist bisher nichts."
Auf dem Schneefernerhaus werden unter anderem Photovoltaikanlagen unter extremen Bedingungen getestet. Die Solarzellen sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Karl forderte in diesem Zusammenhang, dass "die Energiewende jetzt weiter vorangetrieben werden muss. Der Focus muss auf einer dezentralen, planbaren und bezahlbaren Variante für den Freistaat liegen."
Von Brunn und Karl zeigten sich erstaunt wie der Gletscher im Sommer aussieht. "Die Zugspitze wirkt auf mich sehr trostlos, das Gebiet ist eine einzige Geröllwüste", so von Brunn. "Wie uns die Wissenschaftler bestätigten ist der Gletscher in 10 bis 15 Jahren verschwunden."
Gesetzentwurf zum Klimaschutz in Bayern:SPD-Antrag Klimaschutzgesetz (PDF, 499 kB)
Hohen Besuch erwartete das Limeseum mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesbauministerium Florian Pronold. Als Vertreterin des Bezirkstagspräsidenten nahm auch Christa Naaß an dem Treffen mit ihrem Parteifreund in Ruffenhofen teil. Sie berichtete, dass der Bezirk Mittelfranken seit dem Jahr 2012 jährlich Fördermittel in Höhe von 40.000 Euro zur Verfügung stellt. "Am Limeseum sind weitere Investitionen, wie z.B. weitere Sanitäranlagen sowie ein Betriebshof erforderlich", erläuterte Bürgermeister Fickel. "Dazu bräuchte der Zweckverband Unterstützung".
Pronold kündigte von Seiten des Ministeriums die Auflage eines Weltkulturerbeprogrammes an. Die Konzeption und die Förderkriterien werden derzeit erarbeitet und umgehend dem Zweckverband zugeleitet.
Das 2012 eröffnete Museum zählte im vergangenen Jahr bereits 30.000 Besucherinnen und Besucher und ist eine Aufwertung der Hesselbergregion. Beim anschließenden Rundgang erläuterte Museumsleiter Dr. Pausch die Besonderheiten des Museumsbereiches. Bei der Kenntnismachung des Bodendenkmals hat man bewusst auf Ausgrabungen verzichtet.
Gestern wurde durch Innenminister Joachim Hermann der Verbotsbeschluss gegen das freie Netz Süd vollzogen. Als positive Folge für Oberfranken ist besonders zu bemerken, dass das sog. „Nationale Zentrum Hochfranken“ in Oberprex im Landkreis Hof von der Polizei beschlagnahmt wurde.
Allerdings kommt der Verbotsvollzug nach Einschätzung der Jusos Oberfranken zu spät: Der fraktionsübergreifende Verbotsbeschluss sei bereits 2012 gefasst worden. Erst ein Jahr später seien Durchsuchungen durchgeführt und erst jetzt - wieder ein Jahr später - das Verbot vollzogen worden. "