SPD-FRAUEN in Oberfranken

Wir kämpfen seit 1919 für Frauenrechte

Erinnerung an Vertreibung wach halten
Christa Naaß mit Bürgermeister Siller, Museumsleiterin Kastner und Albrecht Schläger (2. von rechts)

Ein voller Erfolg war die Eröffnung der Ausstellung „Die Sudetendeutschen – eine Volksgruppe in Europa“ im Foyer des Museum-Neuanbaus für Flüchtlinge und Vertriebene im Hofer Museum,  zu der der Sudetendeutsche Rat, die Seliger-Gemeinde Hof und die Stadt Hof  eingeladen hatten.  An die 80 Besucher kamen zu dieser Eröffnung. Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner hob hervor, dass in der Stadt Hof jede dritte Familie einen Vertriebenenhintergrund hat. Er lobte die Arbeit der Vertriebenenverbände. Dank deren Mithilfe nach 1945 ist die Integration gelungen. Heute pflegt die Stadt Hof eine gute Zusammenarbeit mit der Partnerstadt Eger. „Die Zeiten des Gegeneinanders gehören der Vergangenheit an.“

Konzipiert hat die Ausstellung der Sudetendeutsche Rat. Ins Vogtlandmuseum geholt hat sie Peter Heidler, Vorsitzender der Seliger Gemeinde Hof, unterstützt von Museumsleiterin Sandra Kastner. Christa Naaß, die Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates, dankte bei ihrer Rede hierfür und führte dann in die Ausstellung ein. Aus 800 Jahren Geschichte der Sudetendeutschen vertiefte sie die letzten 100 Jahre, verwies auf das Selbstbestimmungs-recht, das die Volksgruppe nach dem 1. Weltkrieg in dem neugebildeten Staat, Tschechoslowakei, einforderte. Ein Generalstreik wurde 1919 mit Waffengewalt niedergeschlagen. 1938 erfolgte mit dem Münchner Abkommen der Anschluss ans Reich. Schließlich nach 1945 die Umsetzung der Benes Dekrete mit der Vertreibung und Enteignung der Volksgruppe. 70 Jahre sind seitdem vergangen und immer noch belastet uns die Geschichte, betonte Christa Naaß. Sie begrüßt die Annäherung der beiden Staaten nach jahrzehntelanger Eiszeit auf vielen Ebenen.

„Nie wieder Krieg, Flucht und Vertreibung, das muss die Botschaft und unser aller Auftrag sein“, so Naaß. „In der Ausstellung wird aber auch deutlich: Menschenrechte sind unteilbar. Heute und auch künftig ist es wichtig, immer für das Recht auf Heimat und das Recht auf Selbstbestimmung einzutreten – und zwar für alle Völker und Volksgruppen.“

Die Generalsekretärin ging bei ihren Ausführungen auch auf die Notwendigkeit und Wichtigkeit des bundesweiten und bayerischen Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung ein, dessen Ziel ein Doppeltes ist: Mahnende Erinnerung und weltweite Ächtung von  Vertreibung. Denn: Leiden bleibt Leiden, egal wem es widerfährt.

Peter Heidler nennt drei Gründe, warum er die Ausstellung nach Hof geholt hat: 1. Weil das Hofer Museum durch seine Dauerausstellung über Flüchtlinge und Vertriebene der geeignete Erinnerungsort hierfür ist. 2. Das Lager Hof- Moschendorf  war für 2 Millionen Flüchtlinge das Tor zum Westen. 15 000 der Vertriebenen und Flüchtlinge hätten sich hier niedergelassen, nicht ohne Widerstände und Verunglimpfungen. Jeder Flüchtling und Vertriebener könnte so seine eigene Vertreibungsgeschichte erzählen. Und 3. Sei es wichtig die Erinnerung an Flucht und Vertreibung wachzuhalten. Auch heute, da weltweit über 65 Millionen auf der Flucht sind und die Thematik z.Z. brandaktuell ist brauche es nicht weniger, sondern mehr Europa. Unser Wertesystem wird auf die Probe gestellt und wir müssen uns dazu bekennen.

Die Sonderausstellung wird noch bis 15. November im Museum Bayerisches Vogtland, Hof, Sigmundsgraben 6, gezeigt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr – 16.00 Uhr

Info unter: www.hof.de

 

Steigende Stromkosten durch Erdkabel

Die Staatsregierung hat in den letzten Monaten massiv darauf gedrängt, dass die notwendigen neuen Stromtrassen - SuedLink und Sued-Ost-Trasse - bevorzugt in Form von Erdverkabelung verwirklicht werden, statt durch Freileitungen.

MdL Annette Karl hatte sich in einer Anfrage darüber erkundigt, mit welchen Preissteigerungen beim Strom durch einen bevorzugten Bau in Form von Erdkabeln zu rechnen ist.

Nach Aussage des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft rechnet man mit 0,11 ct je KWh - dies entspricht bei einem jährlichen Verbrauch von 4.400 kWh (Durchschnittswert 4 Personenhaushalt im Jahr 2014) Mehrkosten von 4,84 € je Haushalt im Jahr. Dies ist zwar allein betrachtet nur ein kleiner Betrag, sorgt in der Summe aber wieder für steigende Stromkosten.

Natascha Kohnen: Ja zu mehr Geld für Kinderbetreuung, Nein zum Landesbetreuungsgeld!

Die BayernSPD lehnt das Landesbetreuungsgeld auf Kosten der Familien und der Steuerzahler in Bayern ab. Die Generalsekretärin, Natascha Kohnen, erklärte zum heutigen Beschluss des bayerischen Kabinetts:

„Es ist endlich an der Zeit, den Familien, den Berufstätigen und Alleinerziehenden in Bayern im Alltag wirklich zu helfen. Denn im Kita-Ausbau ist Bayern nach wie vor hinten dran: Es fehlen 20.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Echte Wahlfreiheit gibt es aber nur, wenn auch ausreichend Kita-Plätze vorhanden sind. Nur dann besteht die Chance, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Da wir jeden Euro nur einmal ausgeben können, müssen wir die Mittel des Landesbetreuungsgelds für eine moderne und gerechte Familienpolitik einsetzen, sprich für mehr Kinderbetreuung. In der frühkindlichen Bildung und in neuen Kita-Plätzen ist das Geld besser aufgehoben.“

Landtagsabgeordnete Annette Karl lobt KAB-Ausstellung zum Thema "Rente"

Landtagsabgeordnete Annette Karl stattete am Freitag der Ausstellung "Alter! Jetzt geht's um die Rente" im Rathaus einen Besuch ab. Die Parlamentarierin ließ sich in Begleitung von Bürgermeister Peter König von den Mitgliedern der Katholischen Arbeitnehmerbewegung das Rentenmodell der KAB erläutern. Dabei zeigte sie großes Interesse an der Ausstellung, an der maßgeblich Diözesansekretär Markus Nickl mitgewirkt hatte. Gemeinsam mit den Verantwortlichen hob die Politikerin hervor, dass vor allem die junge Generation auf das Thema "Alterssicherung" aufmerksam gemacht werden müsse. Zur Sprache kam dabei auch die veränderte Situation junger Familien in der Arbeitswelt. Dazu zählte, dass Frauen in den Beruf zurückkehren wollen, die Kinderbetreuung durch beide Elternteile, familienunfreundliche Arbeitszeiten im Handel und häufiger Wechsel des Arbeitsplatzes. Ebenso kamen Globalisierung und Zeitverträge zur Sprache. 

Newsletter am 05.10.2015

Den aktuellen Newsletter von Annette Karl gibt es hier zum nachlesen.

Er berichtet über die Klausur der Landtagsfraktion, eine Anfrage zum Breitbandausbau und Terminhinweise

http://www.annettekarl.de/index.php?mod=content&menu=10400&page_id=19698

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