MdL Annette Karl übergibt den von ihr unterzeichneten Sonntagskontrakt an Betriebsseelsorger Richard Wittmann, Sprecher der Oberpfälzer Allianzen für den freien Sonntag.
Mit der Unterschrift erklären die Landtagskandidaten, dass sie sich in der nächsten Legislaturperiode für den gesetzlichen Ladenschluss an Werktagen bis maximal 20 Uhr, für eine konsequente Eindämmung verkaufsoffener Sonn- und Feiertage, sowie für eine kritische, branchenübergreifende Überprüfung der Genehmigungspraxis der Sonn- und Feiertagsarbeit einsetzen werden.
SPD-Fraktionsvizin Inge Aures bedauert, dass CSU und FDP im Landtag nicht bereit sind, die haarsträubenden Fehler, die im Fall Mollath gemacht wurden, aufzuklären. Nach dem Ende des Untersuchungsausschusses im Bayerischen Landtag sagte Aures bei der Vorstellung des 136 Seiten starken Minderheitenberichts: „CSU und FDP benehmen sich wie der verlängerte Arm der Regierung, statt ihrer parlamentarischen Kontrollpflicht nachzugehen: Schönreden und Vertuschen! Sie verweigern sich grundlos dem dringenden Wunsch der Öffentlichkeit nach einer objektiven Untersuchung. Die Oppositionsparteien SPD, Grüne und Freie Wähler haben hervorragend zusammengearbeitet und ihren gemeinsamen Regierungswillen unter Beweis gestellt."
Die oberpfälzische SPD-Abgeordnete Annette Karl ist als Mitglied in die Vollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern berufen worden. Das Landeskomitee ist der Zusammenschluss der Diözesenanräte der bayerischen Bistümer und der auf Landesebene tätigen anerkannten Organisationen und Einrichtungen. Im Landeskomitee sind bis zu 15 Einzelpersönlichkeiten vertreten - nun auch Annette Karl. Die Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion für Belange des Ländlichen Raums fühlt sich sehr geehrt: "Ich freue mich sehr über diese Berufung. Das Landeskomitee der Katholiken ist ein wichtiges Gremium für eine gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gesellschaft."

Dem Untersuchungsausschuss zum „Fall Mollath“ liegt inzwischen die von der SPD angeforderte Stellungnahme von Heinz Westenrieder vor. Darin bestätigt der damalige Schöffe seine Angaben in „Report Mainz“, wonach Richter Brixner wegen der Bekanntschaft mit Martin Maske von seiner eigenen Befangenheit sprach sowie dass Dr. Wörtmüller, ein lange wegen Befangenheit ausgeschiedener Gutachter, mit Richter Brixner während einer Verhandlungspause sprach. Der Richter soll daraufhin über Mollath gesagt haben: „Dem Mann schaut ja der Wahnsinn aus den Augen.“