Annette Karl fordert Regelung für versetzte Lehrer und Polizisten – Diskussion mit 100 Nordoberpfälzern im Landtag
Je nördlicher und grenznäher, desto größer sei die Bevölkerungsabnahme im Freistaat, bedauerte MdL Annette Karl (SPD) gegenüber einer Besuchergruppe aus der Oberpfalz im Bayerischen Landtag. „Viele ziehen weg aus dem ländlichen Raum wegen zu wenigen Arbeitsplätzen, Kindergärten oder Ärzten.“
Eine Lösungsmöglichkeit: Nach Oberbayern versetzte Lehrer und Polizisten sollten nach fünf Jahren in die Heimat zurückversetzt werden können. Nach diesem Zeitraum würden sie sich nämlich immer stärker mit dem Arbeitsort verwurzeln. Außerdem regte Karl bessere Beförderungsmöglichkeiten für Beamte in der Oberpfalz an.
Der Weg der Kommunen auf die Hochgeschwindigkeits-Trasse des Internets ist ein verzwickter. Auch die Wirtschaft meldet sich kritisch zu Wort.
In großen Städten Deutschlands ist für Internet-Nutzer längst eine Selbstverständlichkeit, wovon die Computer-Gesellschaft und die Unternehmer auf dem flachen Land nur träumen können: ein Datenempfang und -austausch im weltweiten Netz mit Hochgeschwindigkeits-Qualität. Das "schnelle Internet", das sogar den Namen einer neuen Behörde der Staatsregierung schmückt - www.schnelles-internet.
bayern.de -, ist zwar der Wunsch aller auf dem flachen Land, doch die Kosten, die der Breitband-Ausbau verschlingt, werden für viele Gemeinden zum unüberwindbaren Hindernis.
Annette Karl besuchte die Grund- und Mittelschule Moosbach. Sie sprach mit Schülern der achten Klasse über ihre Arbeit als Abgeordnete des Bayerischen Landtags. Rektor Josef Rauch begrüßte Annette Karl im Medienraum. Er hielt es für ganz prima, dass die Schüler auch mal eine Abgeordnete des Landtags hautnah erleben und nicht nur in der Zeitung sehen. Zahlreiche, auch persönliche, Fragen hatten die Mädchen und Buben an die Abgeordnete.
Wie wird die SPD bei der kommenden Landtagswahl abschneiden, fragte ein ganz neugieriger Schüler? „Ich hoffe besser als das letzte Mal, weil wir einen Regierungswechsel in Bayern wollen“, antwortete sie. Sie lud abschließend die Jugendlichen in den Landtag nach München ein. An die zweite Klassensprecherin Stefanie Eckl überreichte sie für die Klassenfahrt 100 Euro.