Laut Kabinettsbeschluss will die Bayerische Staatsregierung die digitale Wirtschaft in Bayern im Rahmen der Digitalisierungsoffensive durch einen gezielten Ausbau von Forschung und Wirtschaft weiter stärken. „Trotz diverser Versprechen des Heimatministers Markus Söder, durch Behördenverlagerungen bzw. gezielten Investitionen den ländlichen Raum und damit Oberfranken zu stärken, profitiert jedoch erneut wieder nur die Landeshauptstadt München. 135 Millionen Euro investiert die Staatsregierung in zwei neue Einrichtungen, die aber nicht im ländlichen Raum, nicht in Oberfranken, sondern wieder in München angesiedelt werden sollen“, kritisiert die oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Susan Biedefeld.
Bei der Eröffnung der 21. Fränkischen Mundart-Theatertage stellte Christa Naaß als Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten fest, dass heute wieder etwas Besonderes im Fränkischen Freilandmuseum geboten ist.
„Es ist selbstverständlich“, so Naaß, „dass der Bezirk Mittelfranken seine Einrichtung wieder zur Verfügung stellt, da mit dieser zweitägigen Veranstaltung unser Freilandmuseum lebendig – so richtig „schee fränkisch“ wird und die Besucherinnen und Besucher eine der vielen Facetten fränkischer Kultur kennen lernen können.
Nicht nur kennen lernen, sondern sich an der fränkischen Sprache erfreuen, begeistern und vielleicht selbst einen engeren Bezug zu Mundart, zum eigenen Dialekt, zur eigenen Kultur finden.
Der Bezirk Mittelfranken stellt nicht nur die Einrichtung zur Verfügung, sondern er unterstützt auch finanziell seit 1994 die mittelfränkischen Mundart-Theatertage mit bisher über 16.000 Euro und wenn die Zuschüsse für alle Maßnahmen/Projekte der Arbeitsgemeinschaft Mundart-Theater Franken in Betracht gezogen werden, dann waren es in diesen 21 Jahren 81.974,27 Euro.
Das ist ganz im Sinne der Aufgabenstellungen der Bezirke im Bereich Kultur.
Mundart ist nicht etwas Altmodisches, Vergangenes, sondern etwas ganz Aktuelles – ein lebendiges Stück Franken.
Mundart bedeutet, Heimat nicht nur zu erhalten und zu bewahren, sondern auch zu spüren, sich mit der Heimat verbunden zu fühlen und sich im Dialekt mit anderen verbunden zu fühlen.
Dialekte dürfen nicht verloren gehen!“
Christa Naaß verwies darauf, dass dies erst im vergangenen Jahr der Präsident des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, Herr Wenzel – auch ein Mittelfranke – eingefordert hat.
Dialekte sind oftmals authentischer, ausdrucksstärker und auch facettenreicher als die Hochsprache.
Mit Hilfe des Dialekts können außerdem ganz anders Befindlichkeiten ausgedrückt werden, für die einem oft im Hochdeutschen die Worte fehlen.
Insofern sind Dialekte als Bereicherung im Wortschatz zu verstehen.
Und deshalb, so der BLLV-Präsident, sollen Kinder auch in der Schule Dialekt sprechen dürfen – Ideal sind dafür z.B. Theateraufführungen in Mundart.
„Viele Redewendungen und Lebensweisheiten funktionieren überhaupt nur, wenn sie im Dialekt ausgesprochen wurden“ meinte die Vizepräsidentin. „Wenn ich nur alleine an unser fränkisches „basst scho“ denke.“
Sie bedankte sich im Namen des Bezirks Mittelfranken bei Herrn Weber, bei der Arbeitsgemeinschaft Mundart-Theater Franken e.V. und bei Herrn Helmut Raab für die musikalische Umrahmung. Durch diese Mundart-Theatertage wird mit dazu beigetragen, ein lebendiges Stück Franken zu erhalten.
Und sie verwies abschließend auf den deutschen Schriftsteller Christian Morgenstern, der festgestellt hat: „Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache erst an“.
Im Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie stand am 10. Juli der Gesetzentwurf der CSU für eine Regelung - mindestens 10-fache Höhe (10H) als Abstand eines Windrades zur Wohnbebauung. Die Opposition kritisierte dabei den Entwurf scharf.
Hier eine kleine Presseschau dazu:
Das Main-Echo: http://www.main-netz.de/nachrichten/regionalenachrichten/bayern/art11994,3134341
Mittelbayerische Zeitung: http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/streit-um-abstandsregeln-fuer-windraeder/1090866/streit-um-abstandsregeln-fuer-windraeder.html
Annette Karl freut sich, dass die Europäische Kommission das fortgeschriebene Breitbandförderprogramm genehmigt hat. Der monatelange Stillstand in den Kommunen findet nun ein Ende und es kann mit dem Ausbau des Breitbandnetzes begonnen werden. Nachdem von den zur Verfügung stehenden 1,5 Milliarden Euro bisher erst 250.000 in fast zwei Jahren ausgegeben worden sind, sollte der Restbetrag für eine deutliche Beschleunigung des Ausbaus der Datennetze sorgen.