SPD-FRAUEN in Oberfranken

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Kombiklassen entwickeln sich immer mehr zum Sparmodell
Pressefoto

Die aktuellen Zahlen zum Schuljahr 2013/14 zeigen deutlich, dass sich die Kombiklassen an Grundschulen immer stärker zum Sparschwein des Kultusministeriums im ländlichen Raum entwickeln. So lernten im vergangenen Schuljahr in 21 von 58 Kombiklassen in der nördlichen Oberpfalz vierundzwanzig und mehr Schülerinnen und Schüler. 
 Die Neustädter Landtagsabgeordnete Annette Karl zeigt sich enttäuscht darüber, dass gerade in den Regionen mit sinkenden Schülerzahlen die Klassen immer größer werden. 
 Karl: "Kultusminister Spaenle verschiebt damit die „demographische Rendite“, die bei sinkenden Schülerzahlen keine sinkenden Lehrerzahlen verspricht, immer stärker nach Oberbayern. Der Kultusminister muss endlich umdenken und für Regionen mit geringeren Schülerzahlen einen anderen Lehrerstundenschlüssel anwenden, damit weniger Schüler auch zu kleineren Klassen führen. Ich habe dies bereits mehrfach gefordert. Der Erhalt der "demographischen Rendite" war ein CSU-Wahlversprechen und das muss gehalten werden! Jetzt passiert genau das Gegenteil; die Klassen werden immer größer und die Attraktivität der Schulstandorte im ländlichen Raum immer niedriger. Nordbayern ist nicht das Sparschwein von Minister Spaenle, aus dem er sich immer bedient, um in seinem Oberbayern für kleine Klassen zu sorgen. Der Verfassungsauftrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse geht anders!"

Beantwortung der Anfrage als pdf

Anlage 1 mit Schulen in der nördlichen Oberpfalz mit jahrgangskombinierten Klassen

Anlage 2 mit Anzahl der Schülerinnen und Schülern in den Kombiklassen

Susann Biedefeld, MdL: Bayerische Staatsregierung steht Deutscher Bahn machtlos gegenüber

Aktuelle Entwicklungen sowie ein Schreiben des Bayerischen Verkehrsministers Joachim Herrmann zeigen die aktuelle Planlosigkeit und Machtlosigkeit der Bayerischen Staatsregierung bei den derzeitigen Plänen zum Ausbau der ICE-Strecke von Nürnberg nach Erfurt.

Aufgrund der derzeitigen Diskussionen und Planungen bei der Deutschen Bahn, in Coburg keinen ICE-Systemhalt anzubieten, sind viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Lokalpolitiker derzeit zu Recht besorgt. Das Wegfallen eines ICE-Halts in Westoberfranken sowie die für 2016 geplante, monatelange Vollsperrung hätten für die Region und deren Standortattraktivität katastrophale Folgen.

Staatsstraßenausbau nach Heinersreuth fest geplant
Bürgermeister Jürgen Kürzinger, MdL Annette Karl, Marktrat Dominik Brütting (v.l.n.r)

Bürgermeister Jürgen Kürzinger und MdL Annette Karl diskutieren Stand der Planungen

Den Ausbau der Staatsstraße zwischen Kirchenthumbach und Heinersreuth fest im Blick haben die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl, Bürgermeister Jürgen Kürzinger und SPD-Fraktionsvorsitzender Dominik Brütting. Vor Ort diskutierten sie den Stand der Planungen.

MdL Annette Karl bedauerte erneut, dass die Staatsregierung die Staatsstraße von der ersten Dringlichkeit des Verkehrsbauplans in die erste Reserve abgestuft und einen schnellen Ausbau damit verhindert habe, ohne dass die CSU-Landtagsfraktion dagegen protestiert hat. „Ich sehe nach wie vor die Verantwortung der Staatsregierung, sich mehr für Erhalt und Sanierung der Straßen im ländlichen Raum zu engagieren. Leider waren meine Bemühungen, die Abstufung zu verhindern, nicht von Erfolg gekrönt.“

 

 

Aus der Bayerischen Staatszeitung: Bürger haben kein Recht auf Mobilfunkempfang

Schlechter Handyempfang im Zug, auf dem Land und selbst im Umkreis von Ballungsräumen ist ein großes Problem. Dies gilt vor allem bei Notfällen und für Hilfsdienste. „Man sollte annehmen, dass die Sache nur eine alte Anekdote ist, die beim Nachwuchs gerne zum Besten gegeben wird“, erklärt Annette Karl (SPD). „Tatsache ist jedoch, dass nach wie vor die Handy-Nutzer auf die Suche nach einem guten Empfang gehen müssen.“ Die Abgeordnete wollte daher von der Staatsregierung wissen, mit welchen Sanktionsmaßnahmen Unternehmen rechnen müssen und wohin sich Bürger bei einer Beschwerde wenden können.

Begeistert vom Freilandmuseum Wdzydze in der Kaschubei
Christa Naaß und Richard Bartsch mit der Museumsleiterin (links) und Pauline Pacholec (3.v.links)

Im Rahmen der mittelfränkischen-polinischen Partnerschaft besuchten Bezirkstagspräsident Bartsch und seine Stellvertreterin Christa Naaß Ende August das Freilichtmuseum „Kaschubischer Ethnografischer Park in Wdzydze Kiszewskie, Wojewodschaft Pomorskie. Die Anfänge des Museums reichen bis ins Jahr 1906. Die Gründer dieses 1. Freilichtmuseums auf polnischem Boden waren die Eheleute Teodora und Isydor Gulkowski.

Das heute über 100 Jahre alte Museum befindet sich auf einer Fläche von 22 ha an dem Golunsee und ist gestaltet wie unser Freilandmuseum in Bad Windsheim. Objekte der Regionalarchitektur wie Bauernhäuser, Gutsherrenhäuser, eine Dorfschule, eine Schmiede, Windmühlen, zwei Kirchen, Ställe und Scheunen sowie Handwerksstätten zeugen von dem Reichtum und Vielfältigkeit der Dorfarchitektur aus der Zeit vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und vermitteln die kaschubische Lebensweise.

Das Faszinierende an dem Freilandmuseum ist die malerische Lage und dass es „lebt“. So werden jeden Sonntag und an den Feiertagen Messen abgehalten, es finden Hochzeiten und andere kirchliche Feierlichkeiten statt. Das Museum organisiert auch Handwerks- und Volkskunstvorführungen, Konzerte, Folkloreveranstaltungen, und das Wirtshaus „Wygoda“ (Bequemlichkeit) auf dem Museumsgelände bietet den Besuchern typische pommersche Küche an.

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