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Telekom: Der Kampf für Gute Arbeit geht weiter

Veröffentlicht am 03.07.2011 in Arbeit & Wirtschaft

Als schmerzhaft bezeichnen die SPD-Bundestagsabgeordnete Anette Kramme und die SPD-Europaabgeordnete Kerstin Westphal den gefundenen Kompromiss der Standortverlagerung des IT-Bereichs der Telekom von Bamberg und Bayreuth nach Regensburg. Die beiden Abgeordneten haben sich in der Vergangenheit wiederholt an Vorstand und Aufsichtsrat der Telekom gewandt und Änderungen am Standortkonzept gefordert.

Die Zugeständnisse, u.a. finanzielle Entschädigungen bei den Fahrkosten, seitens des Konzerns an die betroffenen Mitarbeiter könnten nicht darüber hinwegtrösten, dass die Beschäftigten künftig viel Zeit auf den Autobahnen oder im Zug verbringen müssten. Das gehe zu Lasten der Familien. „Das von der Deutschen Telekom immer wieder propagierte Ziel einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird damit ad absurdum geführt. Angesichts der deutlich längeren Fahrstrecke werden viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter faktisch keine Möglichkeit haben, das Angebot einer Weiterbeschäftigung am neuen Standort anzunehmen“, so Kramme und Westphal übereinstimmend.

Sorge bereitet den beiden Abgeordneten zudem die Entscheidung im Bereich Vertrieb und Service Deutschland – Geschäftskunden, die noch aus steht. Auch hier sind die Standorte Bamberg und Bayreuth betroffen. Aller Voraussicht nach müssen die in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter künftig nach Nürnberg pendeln. „Familienfreundlichkeit sieht anders aus“, so die zwei SPD-Politikerinnen. Besonders für Beschäftigte mit Kindern und solche in Teilzeit sei ein tägliches stundenlanges Pendeln nicht möglich. Die Standortschließung komme deshalb für viele einer Kündigung gleich.

Doch nicht nur die Betroffenen mit ihren Familien und sozialen Kontakten hätten unter den Standortschließungen zu leiden, so Kramme und Westphal. Es gingen so auch in der Region qualifizierte Arbeitsplätze auf Dauer verloren. „Arbeitsplatzabbau und Rückzug aus der Fläche insbesondere aus dem ländlichen Raum haben sehr wenig mit Kundenorientierung und Sozialverträglichkeit zu tun. Ganz im Gegenteil, die immer mehr zunehmende Zentralisierung hinterlässt unzufriedene Kunden und wirkt sich auch negativ auf die Mitarbeitermotivation aus“, meinen die beiden Abgeordneten. Vielmehr müsste die Telekom die Arbeit zu den Menschen verlagern und nicht umgekehrt.

Erneut wenden sich Kramme und Westphal nun an Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen, der auch Mitglied im Aufsichtsrat der Telekom ist, um doch noch Änderungen zugunsten der Beschäftigten zu erreichen.

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