SPD Altenstadt fordert Elektrifizierung der Bahnstrecke ohne zusätzliche Belastungen
Die SPD fordert ein Emissionsschutzkonzept für Lärm und Erschütterungen im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof. Das wurde bei einem Ortstermin mit Bundestagsabgeordnetem Werner Schieder, Landtagsabgeordneter Annette Karl und Bürgermeister Ernst Schicketanz deutlich.
Schieder verwies darauf, dass die Elektrifizierung der Strecke schon seit Jahrzehnten ein Wunsch der Region ist. Das sei heute technischer
Standard. „Gerade die Strecke Regensburg-Hof ist ein wichtiger Teil
der drei Hauptachsen in Nord-Süd-Richtung Deutschlands sowohl im
Güter-, wie auch im Personenverkehr.“ Eine Elektrifizierung sei längst überfällig.
Fiktiver Zeitpunkt
Nach seinen Informationen wolle die Bahn die Strecke aber erst bis 2018 aufrüsten. Schieder zweifelte allerdings an diesem Datum. „Die Elektrifizierung wird kommen, die Frage ist nur wann?“ 2018 nannte er rein hypothetisch. Es hänge davon ab, ob Geld da sei. „Daran hege ich Zweifel.“ Erfolgsaussichten sehe er nur, wenn diese Strecke mit oberster Priorität in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werde.
Deutlich machte Schieder zudem, dass durch einen Ausbau nicht nur der Güter-, sondern auch der Personenverkehr profitieren sollte. Wegen des zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommen müssen Maßnahmen zum Lärm- und Erschütterungsschutz erfolgen.“
Auch Karl hält eine Elektrifizierung für längst überfällig. „Wir brauchen
eine gute Schieneninfrastruktur für die Nordoberpfalz.“ Einen Vorrang für Güterzüge dürfe es nicht geben. „Pünktliche Personenzüge müssen
Priorität haben.“ Dazu fordert sie einen behindertengerechten Ausbau
der Bahnhöfe. Karl hat im Internet einen Forderungskatalog mit Unterschriftenliste zusammengestellt. Mit Unterstützung der Bevölkerung will sie so für eine baldige Verbesserung der Schieneninfrastruktur in der Region kämpfen.
Bürgermeister Schicketanz setzt sich für einen Schutz der Bürger bei
einer Elektrifizierung der Bahnstrecke ein und fordert von der Bahn ein
schlüssiges Lärmschutzkonzept sowohl im Hinblick auf die vorhandene
Wohnbebauung, als auch für die geplante Erschließung des Wohngebiets „Ernst-Kraus-Straße“ beim Bahnhaltepunkt.
Bürger schonen
„Keinesfalls dürfen die Kosten für einen Lärmschutz auf die Kommunen
und somit auf die Bürger abgewälzt werden“, betonte der Rathauschef.
aus oberpfalznetz.de