
Obererlbach. Bei ihrer Fraktionssitzung im Heimatort der Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß beschloss die SPD-Bezirkstagsfraktion, die Petition von Pandora – Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener e.V. zu unterstützen.

Obererlbach. Bei ihrer Fraktionssitzung im Heimatort der Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß beschloss die SPD-Bezirkstagsfraktion, die Petition von Pandora – Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener e.V. zu unterstützen.
„Bei der Petition geht es darum, dass das neue Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Krankenhäuser frühestens 2017 verbindlich eingeführt wird“, erläuterte Fraktionsvorsitzende Gisela Niclas. „Die so gewonnene Zeit soll von den Krankenhaus- und Krankenkassenvertretern genutzt werden, sachgerechte Alternativen zum derzeit geplanten System zu entwickeln, das den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit psychischen Erkrankungen gerecht werden soll.
„Mittlerweile haben Mediziner und Ökonomen bewiesen, dass es Alternativen zu dem geplanten System gibt“, so Bezirksrat Horst Krömker, Mitglied im Fachausschuss für Psychiatrie und Neurologie beim Bayer. Bezirketag. „Diese Alternativen können aber nur in der Praxis getestet werden, wenn die verbindliche Einführung des Systems um mindestens 2 Jahre verschoben wird“.
Für Christa Naaß können die Fallpauschalen in der somatischen Medizin nicht mit denen in der Psychiatrie und Psychotherapie verglichen werden. Außerdem berücksichtigt das sog. PEPP-System nicht die Kosten der regionalen Pflichtversorgung. Dadurch ist die heimatnahe sofortige Aufnahmemöglichkeit für akut kranke Patienten gefährdet. „Gerade die wohnortnahe Versorgung von psychisch Kranken war und ist nach wie vor Ziel der SPD-Bezirkstagsfraktion“, so die Vizepräsidenten des mittelfränkischen Bezirkstages.
Die Mitzeichnung der Petition ist noch bis 24.02.2014 im Petitionsforum des Deutschen Bundestages unter dem Link https://epetitionen.bundestag.de möglich.
Homepage Christa Naaß, Bezirkstag