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Annette Karl: "Die Energiewende braucht keinen billigen Populismus und Verdrehung von Tatsachen"

Veröffentlicht am 17.02.2014 in Presse

" Die Energiewende im Zieldreieck Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und ökologische Verträglichkeit ist die größte Herausforderung in Deutschland und ganz besonders in Bayern, wo über 50% der Energie aus Kernkraftwerken kommt.", so die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion in Reaktion auf die Äußerungen von Albert Rupprecht. Karl:"Die Bewältigung dieser Herausforderung braucht keinen billigen Populismus und Verdrehung von Tatsachen, sondern Ehrlichkeit und Transparenz in der Kommunikation mit der Bevölkerung. Es war die CSU, die im Juni 2013 den SPD- Antrag zu Mindestabständen bei Stromtrassen und die Möglichkeit von Erdverkabelung abgelehnt hat. Das bedeutet eine Verzögerung der Planungen um mindestens ein Jahr, selbst wenn jetzt sofort eine Gesetzesänderung in Angriff genommen wird, was ich sehr begrüßen würde, da die Trassenführung dann komplett neu geplant werden müsste. Rupprecht sollte auch erklären, wie er die Energieversorgung sicherstellen will, wenn er weder Windkraft noch Stromtrassen noch sonst was will. Auch für die geforderten Gaskraftwerke gibt es bis jetzt weder eine Finanzierung, noch eine Planung, noch eine Gasleitung noch Gas. Bleiben als Alternativen in der Rupprecht'schen Logik nur die Abhängigkeit vom russischen Gas - so jemals entsprechende Leitungen gebaut werden - oder die Verlängerung der Kernkraftwerkslaufzeiten. Beides keine akzeptablen Alternativen."

"Es braucht dringend eine Rückkehr auf die Sachebene", meint SPD-Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch. "Die Bevölkerung auf dem Rücken der Energiewende zu verunsichern und die Bundesnetzagentur und die Amprion GmbH als Chaostruppe zu bezeichnen, geht mit Sicherheit in die völlig falsche Richtung! Die Bundesnetzagentur und die Amprion GmbH führen den Auftrag aus, der Ihnen mit den Stimmen der CSU und der SPD im letzten Jahr durch den Bundestag erteilt wurde.", so Grötsch. Die Infragestellung der Gleichstrompassage gehe völlig ins Leere. Vielmehr müsse es darum gehen, im Dialog mit den Bürgern und der Bundesnetzagentur eine Trasse zu finden, die Menschen und Landschaft möglichst wenig belasten. "Auch ich stehe der Trasse durch das Fichtelgebirge sehr kritisch gegenüber. Dort wo das Landschaftsbild schon durch eine Autobahn belastet ist, müsste sich auch noch Platz für eine Stromleitung finden", meint Grötsch.

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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