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Christa Naaß und Ronald Reichenberg beim Einführungsseminar für Bezirksräte

Veröffentlicht am 18.02.2014 in Allgemein

Die neuen Bezirksräte Christa Naaß und Ronald Reichenberg

Inklusives Schulsystem künftig ohne Einsatz von Sozialhilfeleistungen realisieren

Bezirksräte mit Leib und Seele, sind die beiden westmittelfränkischen neu gewählten SPD-Bezirksräte Christa Naaß aus Haundorf und Ronald Reichenberg aus Bad Windsheim.

Deshalb war es für die beiden SPD-Politiker auch selbstverständlich, an dem vom Bayerischen Bezirketag angebotenen Einführungsseminar für Bezirksräte im Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee teilzunehmen.

Interessant war die Veranstaltung auch deshalb, weil neben Norbert Kraxenberger, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Bezirketages, auch
die Referenten des Bayerischen Bezirketages für die Bereiche Kommunales und Europa, Gesundheitswesen, Sozialwesen, Kultur, Schule und Umwelt sowie für das Haushalts- und Finanzwesen sowie Dienstrecht anwesend waren und die jeweiligen Bezirksaufgaben und aktuelle politische Diskussionen und Zusammenhänge erläuterten.

Die Vizepräsidentin des mittelfränkischen Bezirkstages Christa Naaß und ihr Bezirkstagskollege Ronald Reichenberg fordern im Hinblick auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention – was natürlich auch Thema war - nachdrücklich, dass der Einsatz von Schulbegleitern künftig nicht mehr über die Sozialhilfe zu finanzieren ist.
„Die bayerische Staatsregierung muss die Regelschulen im Zuge des Aufbaus eines inklusiven Schulsystems personell so ausstatten“, so die beiden Bezirksräte „dass die Beschulung von jungen Menschen mit Behinderung in Regelschulen ohne den Einsatz von Schulbegleitern und damit ohne Leistungen der Eingliederungshilfe möglich ist. Und, soweit auf den Einsatz von Schulbegleitern noch nicht verzichtet werden kann, sind die Schulbegleiter in die Zuständigkeit der Schulen zu übernehmen und vom Freistaat zu finanzieren“. Nur so kann der Freistaat Bayern den grundgesetzlich verankerten Anspruch jedes Kindes auf Bildung in vollem Umfang gerecht werden, sind sich die SPD-Politiker einig.

Zum Ende des Seminars ging Dr. Stefan Raueiser, Leiter des Bildungswerkes in seinen Ausführungen auf die Geschichte des Klosters vom Reichsstift über eine Kreisirrenstalt bis hin zum heutigen Bildungszentrum ein.
Die „Kreis-Irren-Anstalt Irsse“ wurde am 01.09.1849 in den Räumen des säkularisierten Benediktinerklosters Irsse eröffnet, erfuhren die Seminarteilnehmer und wurden aber auch mit der belastenden Geschichte der Einrichtung konfrontiert. Während des Dritten Reiches wurden die Patienten der Heil- und Pflegeanstalt nicht nur in spezielle Tötungsanstalten deportiert, sondern auch mit sogenannter Entzugskost, mit Tabletten und Injektionen umgebracht.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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