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Presseerklärung von MdL Annette Karl zur Schleierfahndung im Grenzgebiet

Veröffentlicht am 08.06.2011 in Landespolitik

Eine Schwächung des ländlichen Raumes und eine Verschlechterung der Sicherheitslage an der Grenze zu Tschechien sieht die Landtagsabgeordnete Annette Karl aus Neustadt an der Waldnaab in der Ankündigung des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, Personalstellen von den grenznahen Dienststellen abzuziehen und ins Inland versetzen zu wollen: "Gerade in den letzten Monaten haben die Fahnder herausragende Erfolge bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität erzielt", so die SPD-Politikerin. Würde man nun Personal von der Grenze abziehen, ginge dies einher mit "nahezu freier Fahrt" für grenzüberschreitend agierende Tätergruppen.

"Ich halte es für eine Unverfrorenheit gegenüber den Beamten, sie als "unterbeschäftigt" zu bezeichnen", so Karl. Bei ihren regelmäßigen Besuchen bei den Dienststellen der Schleierfahndung habe sie einen intensiven Einblick in die dortige Arbeit bekommen können. Hierbei könne von "geringer Arbeitsbelastung“ nicht die Rede sein. Weiterhin habe Innenminister Herrmann erst vor wenigen Wochen die Arbeit der Schleierfahnder gelobt. Sie jetzt als "unterbeschäftigt" zu bezeichnen und Personal abbauen zu wollen stehe in krassem Widerspruch zu allen bisher getätigten Aussagen, so die Landtagsabgeordnete.

Zwar begrüße sie, dass Personal zu den Dienststellen im Landesinneren versetzt werden soll, dieses Personal müsse aber aus den Ballungsräumen München und Nürnberg kommen und nicht aus einer personell ohnehin schon schwach besetzten Region, so Karl. "Auf meinem Schreibtisch stapeln sich Versetzungsgesuche von Polizeibeamten, die seit Jahren in den Ballungsräumen sitzen und keine Chance haben, zu ihren Heimatdienststellen versetzt zu werden. Der Ball liegt beim Innenministerium - die Oberpfalz muss bei den Personalzuteilungen endlich entsprechend berücksichtigt werden. Dadurch kann die Schleierfahndung in der bisherigen Stärke fortgesetzt und der Personalnotstand auf den Dienststellen der Landespolizei behoben werden", so Karl.

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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