SPD-Landtagsfraktion präsentiert zum 3. Mal zu dem Treffen eine eigene Zeitung
Die vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Christa Naaß vertritt am Wochenende die SPD-Landtagsfraktion beim 62. Sudetendeutschen Tag, der diesmal wieder in Augsburg begangen wird. Naaß wird auch an der Ausstellungseröffnung „Vergessene Helden“ der Seliger-Gemeinde teilnehmen. Zum 3. Mal präsentiert die SPD-Landtagsfraktion zum Treffen der Sudetendeutschen eine eigens dafür erstellte Zeitung, die am Pfingstwochenende an die Teilnehmer des Sudetendeutschen Tages verteilt wird.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher stellt in seinem Grußwort fest, dass das Motto des Sudetendeutschen Tages 2011 „Dialog und Wahrheit – Nachbarschaft gestalten“ gute Chancen habe, "dass dies mit unserem EU-Nachbarn Tschechien gelingt.
Vertriebenensprecherin Naaß verweist darauf, dass der von Seiten der SPD lange eingeforderte Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten im vergangenen Dezember in Tschechien der Beginn des Endes einer jahrzehntelang herrschenden Eiszeit war. Zu diesem 'Tauwetter' gehört jedoch, dass dieser Besuch nicht nur zu einer Normalisierung führt, sondern ein erster Schritt zu einer vertieften Nachbarschaft wird, die aus der Geschichte lernt. „Das Schicksal der Vertriebenen ist nicht vergessen“, so Naaß. „Nur in einer wahrheitsgetreuen Aufarbeitung gelingt Aussöhnung. Deshalb heißt die doppelte Aufgabe heute: Brückenbauen zwischen den Generationen und Brücken bauen zu unseren Nachbarn und in unsere Nachbarländer. Wir haben eine gemeinsame Geschichte – nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch im Europa der Zukunft.“
Landtagsvizepräsident Franz Maget betont in seinem Beitrag, „dass die Politik der Konfrontation und der immer wiederkehrenden gegenseitigen Provokationen endgültig gescheitert ist. „Die offenen Grenzen und die jetzt beginnende Normalisierung der politischen Beziehungen sollte als große Chance begriffen werden. Bayern und Böhmen können wieder die Herzkammer Mitteleuropas werden!“