SPD-FRAUEN in Oberfranken

Wir kämpfen seit 1919 für Frauenrechte

Zum 62. Sudetendeutschen Tag in Augsburg: Brückenbauen nach wie vor erforderlich

Veröffentlicht am 15.06.2011 in Allgemein

Christa Naaß: Sudetendeutsches Museum als weiterer Ort in der Erinnerungslandschaft offensiver angehen

Die SPD-Vertriebenensprecherin Christa Naaß bedauert es, dass trotz des Mottos des Sudetendeutschen Tages 2011 „Dialog und Wahrheit – Nachbarschaft gestalten“ Misstöne im bayerisch-sudetendeutschen-tschechischen Verhältnis entstanden sind.

Dabei war die Hoffnung groß, „dass die Politik der Konfrontation und der immer wiederkehrenden gegenseitigen Provokationen endgültig gescheitert ist.“

Vertriebenensprecherin Naaß verweist darauf, dass der von Seiten der SPD lange eingeforderte Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten im vergangenen Dezember in Tschechien der Beginn des Endes einer jahrzehntelang herrschenden Eiszeit war. Zu diesem 'Tauwetter' gehört jedoch, dass dieser Besuch nicht nur zu einer Normalisierung führt, sondern ein erster Schritt zu einer vertieften Nachbarschaft wird, die aus der Geschichte lernt. „Das Schicksal der Vertriebenen ist dabei nicht vergessen“, so Naaß. „Nur in einer wahrheitsgetreuen Aufarbeitung gelingt Aussöhnung. Deshalb heißt die doppelte Aufgabe heute: Brückenbauen zwischen den Generationen und Brücken bauen zu unseren Nachbarn und in unsere Nachbarländer. Wir haben eine gemeinsame Geschichte – nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch im Europa der Zukunft. Bayern und Böhmen können wieder die Herzkammer Mitteleuropas werden!“

Sudetendeutsches Museum zügig voranbringen

Zwischen dem Freistaat Bayern und der Bundesregierung scheint in Sachen Finanzierung des sudetendeutschen Museums noch nicht viel gelaufen zu sein. „Dies muss leider auf Grund der kritischen Äußerungen Hadertauers und Seehofers in Richtung Berlin befürchtet werden. Wobei dabei gefragt werden muss, ob die CSU nicht in Berlin mit an der Regierung ist und der zuständige Innenminister nicht aus Bayern kommt?“, kritisiert Christa Naaß. „Seit 2006 stellen die verschiedenen bayerischen Ministerpräsidenten auf jedem Sudetendeutschen Tag das Sudetendeutsche Museum als ganz wichtiges Anliegen heraus. Auch wurde mittlerweile ein Konzept erstellt und ein Gründungsbeauftragter eingesetzt. Die Finanzierung steht jedoch noch lange nicht. Im Doppelhaushalt 2011/2012 sind außerdem keine Mittel für die Errichtung dieses Museums vorgesehen. “Ein entsprechender Haushaltsantrag der SPD wurde abgelehnt“, bringt die vertriebenenpolitische Sprecherin in Erinnerung.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

WebSozis

Soziserver - Webhosting von Sozis für Sozis WebSozis

Aktuelle-Artikel