Sanierungsbedürftige Straßen gibt es viele in der Stadt. Da die Mittel dafür jedoch begrenzt sind, muss eine Entscheidung getroffen werden, welche Straßen Vorrang haben. Die Stadtratsfraktionen waren deshalb von der Verwaltung beauftragt worden, eine Prioritätenliste zu erstellen.
Die SPD-Fraktion hatte sich deshalb gemeinsam mit MdL Annette Karl auf den Weg gemacht, um zu erkunden, wo die Schäden am gravierendsten sind. Schnell wurde den Teilnehmern klar, dass mit den im Haushalt eingestellten 80 000 Euro keine Wunder vollbracht werden können.
Im Landtag gescheitert
Die Landtagsabgeordnete Annette Karl informierte darüber, dass die SPD im Landtag versucht hatte, mit Anträgen die Kommunen finanziell zu entlasten. "Denn bei der Mammutaufgabe zur Beseitigung der winterbedingten Schäden sollte der Freistaat die Gemeinden und Städte nicht alleine lassen. Immerhin sind zwei Drittel aller Straßen in Bayern Gemeindestraßen." Aber zum Leid der Kommunen seien die Eingaben allesamt durch die Gegenstimmen der CSU/FDP-Regierung abgeblockt worden. Trotzdem müsse versucht werden, mit den, im Verhältnis gesehen eher knappen Mitteln, Schlimmeres an den Straßen und Wegen zu verhindern.
Vor allem Schäden im Ortskern von Windischeschenbach, Neuhaus und Dietersdorf sollten in Angriff genommen werden, stellten die Stadtratsmitglieder fest, während die Gemeindeverbindungsstraßen etwas nach hinten gerückt wurden.
Zur Vermeidung weitreichender Risse und für die Sicherheit der Bürger sollten vor allem in vielen Straßen die Kanaldeckel angehoben werden. Genannt wurden hier vor allem die Wiesen-, die Neustädter- und die Bahnhofstraße, um nur einige zu nennen.
Bürger mitreden lassen
Fraktionssprecher Werner Sauer machte den Vorschlag, bei anstehenden Erneuerungen eine Befragung der betroffenen Bürger durchzuführen. "Denn es muss auch bedacht werden, dass rechtlich gesehen auch Zahlungen auf die Anwohner zukommen und eingefordert werden müssen. Hier brauchen die Anlieger Planungssicherheit." Reimund Zeitler merkte an, dass Grundstücksbesitzer zur Straßenreinigung herangezogen werden. Deshalb sollte vor allem ein Augenmerk auf die Wiederherstellung gepflasterter und betonierter Abflussrinnen gerichtet werden.
Aus früheren Anträgen der SPD-Fraktion stammt auch die Forderung zur Absenkung der Bordsteine. Gehbehinderte, Senioren und Mütter mit Kinderwagen würden sich über Maßnahmen in diesem Bereich freuen.
Text aus "Der neue Tag"