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Veröffentlicht am 28.08.2009 in Allgemein

Christa Naaß erinnert an Gründung der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik am 29./30. August 1919 - Nachfolgeorganisation Seligergemeinde

Christa Naaß, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Flüchtlings- und Vertriebenenfragen, erinnert anlässlich des 90. Jahrestages der Gründung der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik an den Gründungsparteitag der DSAP am 29./30. August 1919 in Teplitz-Schönau, deren 1. Vorsitzender Josef Seliger wurde. Nach Josef Seliger wurde die Seliger-Gemeinde benannt, die sich als Nachfolgeorganisation der DSAP in der Ersten Tschechoslowakischen Republik (1919-1938) und der Treuegemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten im Exil (1939-1951) versteht.

Die DSAP ist aus der altöstererreichischen Arbeiterbewegung hervorgegangen und hat bis zuletzt gegen das Dritte Reich und für den Erhalt der Tschechoslowakischen Republik gekämpft. Sie ist heute nach den Erfahrungen des Exils und des Wiederaufbaus fest in der Bundesrepublik Deutschland etabliert und hat Gruppen in Kanada, Skandinavien, Großbritannien und Österreich.

Christa Naaß, die selbst Mitglied der Seliger-Gemeinde ist, verweist anlässlich dieses Gedenktages auf unter Vorsitz ihres Bundesvorsitzenden Volkmar Gabert beschlossenen „Brannenburger Thesen", in denen sich die Seliger-Gemeinde für die Verständigung zwischen Sudetendeutschen und Tschechen, für eine verantwortungsbewusste Politik in der Mitte Europas und für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der demokratischen Strukturen der Europäischen Union einsetzen.

„Diese Thesen zeigen", so Fraktionsvize Naaß, „wie das Programm des Gründungsparteitages im Jahr 1919 auf, dass es notwendig ist, sich auf geänderte politische Verhältnisse und neu gewachsene Strukturen einzustellen und daraus die Erfordernisse politischen Arbeitens und die entsprechenden Zielsetzungen abzuleiten". Christa Naaß: Nur durch die Bereitschaft zu einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und durch das Verständnis für Empfindlichkeiten der anderen Seite kann das Aufeinanderzugehen beider Seiten erleichtert und damit erreicht werden.

Am Sonntag, 30. August werden die beiden Bundesvorsitzenden Dr. Helmut Eikam und Albrecht Schläger einen Kranz am Grab von Josef Seliger niederlegen.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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