Berufstätige Frauen in Bayern verdienen fast ein Viertel weniger als Männer, bundesweit beträgt die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern laut Statistischem Bundesamt 21,6 Prozent. Daher fällt der Equal Pay Day in diesem Jahr auf den 19. März 2016. Die Generalsekretäein der BayernSPD, Natascha Kohnen, dazu:
"Gleichstellung heißt vor allem gleicher Lohn. 79 Tage im Jahr arbeiten Frauen umsonst. Klar ist: Lohngerechtigkeit ist machbar und wichtig für eine moderne Wirtschaft. Nur mit gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit können wir Familie und Beruf besser vereinbaren. Dazu müssen wir auch die sogenannten Frauenberufe aufwerten."
Zum "Equal Pay Day" am 19. März 2016 erklärt Kerstin Westphal, SPD-Europaabgeordnete aus Franken und Vorsitzende der AsF – Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Unterbezirk Schweinfurt/Kitzingen:
"Mut zur Lücke hilft in vielen Lebenslagen - nicht aber, wenn es um gleiche Bezahlung geht. Die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen schließt sich nur ganz langsam: Frauen verdienen aktuell in Deutschland im Durchschnitt etwa 22 Prozent weniger als Männer. Wenn es im bisherigen Tempo weiter geht, ist eine gleiche Bezahlung im Jahr 2134 erreicht! Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, also bis zum 19. März, umsonst. In Bayern liegt der Wert sogar noch höher, hier sind es sogar 24 Prozent, der EU-Durchschnitt liegt bei "nur" 16,3 Prozent.“
Der regionale Fernsehsender Oberpfalz TV bericht über den Jahresempfang des SPD Kreisverbandes Neustadt a.d. Waldnaab mit Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks in Vohenstrauß.
Davor hatte sich die Ministerin der Stadt Nabburg über die Städtebauförderung informiert.
Barbara Hendricks tritt meistens als Bundesumweltministerin in Erscheinung. Beim Jahresempfang der Kreis-SPD sprach aber vor allem die Bauministerin. Ihr Thema war nicht allzu schwer zu erraten.
Es dauerte keine Minute, bis Hendricks am Donnerstagnachmittag zum ersten Mal das Wort Flüchtlinge erwähnte. Damit war sie schnell bei bezahlbaren Wohnungen für alle im Land. In ihrer 27-minütigen Rede vor Kommunalpolitikern, Behördenvertretern, Unternehmern und Gewerkschaftern fiel angenehm auf, dass sie sich auf die Region vorbereitet hatte, in der sie das erste Mal war.
Bauernproteste begleiteten den Besuch von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Vohenstrauß (Kreis Neustadt/WN). Die Adressatin versprach immerhin sorgfältige Lektüre.
„Rote Karte für Angriffe auf bäuerliche Familienbetriebe“ lautete das Motto einer Handvoll Demonstranten, unter ihnen Kreisobmann Josef Fütterer und Bauernverbands-Geschäftsführer Hans Winter. Sie übergaben der SPD-Politikerin ein Schreiben, in dem sie überzogene Auflagen von Bund und EU für Tierhaltung und Hofwirtschaft beklagen. Die Stichworte lauten: Anlagenverordnung, Hochwasserschutz oder NEC-Richtlinie. Letztere regelt den Einsatz von Ammoniak. Hendricks erkundigte sich bei Rinderhalter Fütterer nach seinem eigenen Betrieb und was er für den Liter Milch bekomme. Es sind zurzeit 25,90 Cent. „Wenn man die Vollkosten rechnet müssten es 45 Cent sein.“