Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2018 sagt Micky Wenngatz, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF):
"Wir feiern 2018 ein Jahrhundert Frauenwahlrecht – und trotzdem ist für echte Gleichstellung noch so viel zu tun. Darum setzen wir uns unter anderem ein für mehr Frauen in Führungspositionen, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und dafür, dass Frauenhäuser endlich besser finanziert werden.“
"Frauen müssen den Zugang zu allen Führungspositionen haben. Außerdem kämpfen wir für mehr Frauen in den Parlamenten! Themen wie der Kampf gegen sexualisierte Gewalt und den täglichen Sexismus sowie für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen sind ebenfalls Schwerpunkte unserer Arbeit,“ so Wenngatz weiter.
Zum Internationalen Frauentag am 8. März stellt die Landesvorsitzende der BayernSPD Natascha Kohnen fest:
„Wir feiern heuer 100 Jahre Frauenwahlrecht. Von echter Gleichstellung der Geschlechter sind wir aber leider immer noch weit entfernt. Erst wenn wir über Gleichstellung gar nicht mehr reden müssen, dann haben wir es als Gesellschaft geschafft. Wenn es beispielsweise völlig klar ist, dass Frauen und Männer gleich viel verdienen. Wenn gar nicht mehr darüber diskutiert wird, dass Frauen und Männer Unternehmen gemeinsam führen, erst dann haben wir Gleichstellung wirklich geschafft.“
Um Frauen das Recht auf ein selbstbestimmtes, wirtschaftlich unabhängiges Leben zu gewährleisten, seien noch Riesenschritte zu tun, so Kohnen weiter. „Nicht nur bei der Bezahlung klafft eine Lücke zwischen den Geschlechtern, auch in der Arbeitszeit. Teilzeitjobs sind weiblich, weil Frauen oft für die Familie beruflich zurückstecken. So wird aus der Teilzeitfalle später die Rentenfalle."
AWO-Landesvorsitzender Thomas Beyer macht anlässlich des Internationalen Tags der Frau am morgigen Donnerstag auch auf dringenden Handlungsbedarf im eigenen Verband aufmerksam
„Mit Marie Juchacz hat vor bald 100 Jahren eine Frau die Arbeiterwohlfahrt gegründet. Weitere Frauen wie Lotte Lemke haben von den Anfängen bis zum heutigen Tag den Verband in seinem fortschrittlichen und vorausschauenden sozialpolitischen Denken und Handeln geprägt. Beispielsweise ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch flexible Arbeitszeiten, ein gewichtiger Grund, weshalb sich vor allem viele Arbeitnehmerinnen für die AWO entscheiden – und das unabhängig davon, ob sie ihre Kinder mit oder ohne Partner*in erziehen“, erklärt der Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Bayern, Thomas Beyer, anlässlich des Internationalen Tags der Frau am morgigen 8. März.
Auch in diesem Jahr fand, traditionell um den Weltfrauentag herum, am 3. März 2018 das Frauenfrühstück von Landtagsabgeordneter Annette Karl in der dWirtschaft in Altenstadt/WN. statt. Fast 90 Frauen meldeten sich im Vorfeld zu der Veranstaltung an, welche in diesem Jahr das Thema „Arbeitsmarktpolitik für Frauen“ hatte. Die hohe Anmeldezahl zeigt, welchen Nerv das Thema bei den Frauen vor Ort trifft. Nachdem sich die Frauen an dem, wie jedes Jahr sehr reichhaltigen und leckeren Frühstücks bedient hatten, begrüßte MdL Annette Karl sehr herzlich die Gäste. Die Landtagsabgeordnete stellte zuerst die Frage, „Warum es eine Arbeitsmarkpolitik speziell für Frauen braucht„ und gab zugleich zur Antwort, dass „Frauen – im Gegensatz zu Männern - einfach andere Ansprüche an ihren Beruf stellen.“ Es sei Aufgabe der Politik, „diese Ansprüche mit in die Arbeitsmarktpolitik einzuflechten, umso mehr Fachkräfteressourcen heben zu können, “ so Karl.
Daneben stellte die Abgeordnete fest, dass es für Frauen entmutigend sei, bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt zu werden als Männer. Ebenso forderte Karl eine Aufwertung und höhere Wertschätzung von frauentypischen Berufen. Dabei handelt es sich häufig um Pflegeberufe oder auch Sekretariatsaufgaben. Im weiteren Verlauf sprach Karl Themen an, wie „Teilzeitfalle“, „Rentenarmut“, die häufig Frauen betrifft und sowie den Dauerbrenner „Kinderbetreuung“. Gleichzeitig forderte sie, dass Frauen eine echte Wahlfreiheit brauchen, wenn sie z. B. trotz Nachwuchs arbeiten gehen möchten. Die Schlussfolgerung sei, so Karl, „eine komplett kostenfreie Kinderbetreuung“.
Der Sozialstaat lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Viele tausende Ehrenamtliche sind in Vereinen, Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfegruppen tätig. Aber auch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Organisationen leisten hervorragende Arbeit. Ihren Einsatz würdigt die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag mit einem
Sozialempfang für die nördliche Oberpfalz.
Dazu lade ich Sie als Ihre Abgeordnete der nördlichen Oberpfalz im Namen der SPD-Landtagsfraktion herzlich ein.
Horst Arnold, stellvertretender Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion und ich freuen uns auf den Austausch mit Ihnen, auf das Gespräch über Ihre Erfahrungen und auf Ihre Anregungen.