Stadtrat Dr. Matthias Loew, Ortsvereinsvorsitzender Horst Fuchs und MdL Annette KarlMdL Karl: Markt kann nicht alles regeln – Diskussion bei der SPD-Ost
Den Fragen zahlreicher Bürger und ihrer Parteigenossen, die für ein politisches Amt kandidieren, stellte sich MdL Annette Karl im Vereinsheim Almrausch. Mit ihr zusammen am Podium: Stadtrat Dr. Matthias Loew, Bezirkstagskandidat Norbert Freundorfer sowie Stadtratskandidat und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Horst Fuchs.
Vielfältig waren die Themen, die angesprochen wurden. Die Gesundheitspolitik interessierte den Arzt Dr. Loew. Er habe auf dem Landesärztetag Seehofers Versprechen gehört, „...allein mir fehlt der Glaube“, so der Mediziner. Freundorfer, als Lehrer Fachmann für den Bildungsbereich, ging auf Schulschließungen und Chancen für die Kinder im ländlichen Bereich ein. Fuchs, der sich in zahllosen Vereinen für Jugendarbeit engagiert, forderte Arbeitsplätze und ein lebenswertes Umfeld als Zukunftsperspektive für den Nachwuchs.
Der Hausarzt als erste Anlaufstelle und Lotse im Gesundheitswesen habe nicht ausgedient, stellte die Landtagsabgeordnete fest. Es gelte, die Rahmenbedingungen zu verbessern, neue Hausarztverträge zu schließen, aber auch neue Formen zu schaffen. Zur Schulpolitik sagte Karl, dass es bei der Lehrerstundenzahl Grundstandards geben müsse, aber auch Zuschläge für dünn besiedelte Gebiete.
Dass an Privatschulen „alles Mögliche“ genehmigt werde – von Sektenschulen bis zu der, an der jetzt alle Schüler durchs Abi gefallen sind – aber Gemeinschaftsschulen hier keine Chance hätten, hielt sie für verwunderlich. Wie kann man junge Leute in der Region halten? „Bayern muss dahin kommen, dass nicht alles der Markt regelt, sondern auch der Staat seine Verantwortung wahr nimmt“, stellte Karl klar. Gute Anfänge seien mit der Ansiedelung von Fachhochschulen, mit der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen und beim Bürokratieabbau gemacht worden.
Leidenschaftlich brachten sich acht Stadtratskandidaten, darunter auch die beiden aus den Reihen der Jusos, Elena Hierold und Andreas Trauner, in die Diskussion ein. Als Belohnung spendete die Landtagsabgeordnete sechs Fahrten nach München, die am Ende der Veranstaltung verlost wurden.