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SPD fordert Fortschritte in der Elektromobilität

Veröffentlicht am 08.08.2013 in Presse

Nach einem Besuch der baden-württembergischen Landesagentur für Elektromobilität "e-mobil BW" in Stuttgart zeigt sich SPD-Wirtschaftssprecher Thomas Beyer tief beeindruckt. Diese müsse mit ihrer finanziell von der Wirtschaft unabhängigen Struktur und der engen Anbindung an die fachlich zuständigen Stellen der Landesregierung Vorbild für Bayern sein. "e-mobil BW zeigt, dass das Thema Elektromobilität in Baden-Württemberg Chefsache ist", sagte Beyer.

Im Freistaat Bayern hingegen habe man die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt, weil sich die Staatsregierung bis heute der Gründung einer Landesagentur verweigere. Die regionalen Pilotprojekte kämen deshalb auch kaum spürbar voran. Während des Informationsbesuchs betonte der Geschäftsführer der Agentur, Franz Loogen, e-mobil BW sehe eine besondere Verantwortung für die mittelständischen Zulieferbetriebe, weil diese keine eigenen oder nur kleine Forschungsabteilungen hätten. "Es ist unsere Aufgabe, diese Unternehmen über den aktuellen Stand der technologischen Entwicklungen im Bereich der E-Mobilität zu informieren", sagte Loogen.

Die Innovationen auf diesem Gebiet schritten rasch voran und gingen weit über den Bau von rein batteriebetriebenen Fahrzeugen hinaus. Loogen nannte den zunehmenden Einsatz elektronischer Bauteile in Fahrzeugen oder die intelligente Verkehrssteuerung. Laut Loogen dient die E-Mobilität in erster Linie zur Lösung der Verkehrsprobleme in Ballungsräumen. Allerdings gebe es auch Chancen für die ländlichen Räume. Baden-Württemberg habe dazu einen Ideenwettbewerb ausgerufen, an dem sich rund ein Dutzend Gemeinden oder Landkreise beteiligten. Elektroautos mit einer Reichweite von rund 150 Kilometern seien auch für den Einsatz im ländlichen Raum geeignet. Der Großteil der deutschen Autofahrer fahre pro Tag weniger als 100 Kilometer. "Rein rational ist die begrenzte Reichweite von rein batteriebetriebenen Elektro-Autos kein Problem", sagte Loogen. Zudem erwarte er, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr Hybrid-Fahrzeuge mit einer Kombination aus Verbrennungsmotor und Akku-Betrieb auf die Straße kämen. In einigen Jahren könnten die Batterien von E-Fahrzeugen auch als Speicher für Sonnenstrom vom Dach dienen. Die SPD-Sprecherin für Fragen des ländlichen Raums, Annette Karl, sah im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) eine neue Perspektive für Elektrofahrzeuge. Mit kleineren elektrisch betriebenen Bürgerbussen ließe sich der ÖPNV gerade in dünn besiedelten Regionen flexibler und individueller organisieren als mit den heute eingesetzten 50-Sitzern.

Dafür bräuchten die Kommunen eine finanzielle Unterstützung des Staates. Karl forderte Wirtschaftsminister Martin Zeil, FDP, auf, die ÖPNV-Fördermittel des Freistaats entsprechend neu zu verteilen. Auch hier zeige sich, dass der Staatsregierung ein Gesamtkonzept für die E-Mobilität in Bayern fehle.

(Text: Jürgen Umlauft)

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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