Uli Grötsch und Annette Karl versprachen auf dem Mois-Hof sich gegen Flächenspekulationen einzusetzenMilchviehhalter diskutieren mit SPD-Abgeordneten
Einen Überblick über einen Oberpfälzer Milcherzeugungsbetrieb bekamen Landtagsabgeordnete Annette Karl und Bundestagskandidat Uli Grötsch auf dem Hof der Familie Mois in Denkenreuth.
Hans Mois gab zusammen mit Frau Gertraud und Sohn Sebastian den beiden Sozialdemokraten und Vertretern des BDM Einblick in die wirtschaftliche Situation seines Betriebs. Der Milchpreis sei zwar etwas höher als noch vor einem Jahr, allerdings seien die Betriebsmittelpreise von 2010 bis April 2013 um 19,8 Prozent gestiegen. Der Milchmarktindex in Süddeutschland hätte Vollkosten von 51,03 Cent pro Liter ermittelt.
Das sei weit entfernt von den weniger als 40 Cent, die die Bauern derzeit erhalten. Karl stimmte Mois in seiner Einschätzung zu, dass der Flächenhunger von Investoren die größte Herausforderung für die Landwirtschaft darstelle, da die erhöhten Pachtkosten die Produktionskosten pro Liter Milch jetzt schon um 2,5 Cent verteuern. Karl: „Diverse Petitionen im Landwirtschaftsausschuss zeigen, dass auch das Vorkaufsrecht für landwirtschaftlich Aktive nicht mehr ausreicht um Spekulation mit Agrarland zu verhindern. Hier ist der Gesetzgeber gefordert.“
Unterstützung sicherten Karl und Grötsch auch für das Problem der unterschiedlichen Bezahlung von Betriebshelfern bei Krankheitseinsätzen durch die Krankenkassen zu. „Unser Grundsatz – gleicher Lohn für gleiche Arbeit – muss auch in diesem Bereich gelten.“
aus Der Neue Tag, Bild und Text sm