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SPD-Empfang im Landtag für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Spätaussiedler - Preise für drei Jugendgruppen

Veröffentlicht am 14.05.2009 in Allgemein

Die stellv. Fraktionsvorsitzende Christa Naaß bei der Auszeichnung der Pommernjugend.

SPD-Vertriebenensprecherin Naaß: Viele deutsche Heimatvertriebene sind zu Botschaftern für Aussöhnung und Verständigung geworden - Fraktionschef Maget: Brücken zu den Nachbarländern bauen, um Stolpersteine zu umgehen

Bei einem Empfang für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Spätaussiedler im Landtag, der unter dem Motto "Wir wollen Brücke sein", verlieh die SPD-Landtagsfraktion drei Jugendgruppen von Vertriebenenorganisationen besondere Auszeichnungen für ihre Verdienste um die Verständigung zwischen Ländern und Kulturen. Preisträger waren die Schlesische, die Sudetendeutsche und die Pommernjugend. Im Rahmen der Veranstaltung im Maximilianeum hob die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagfraktion, Christa Naaß, hervor, dass gerade die Jugendgruppen einen wertvollen Beitrag für ein friedliches Europa leisteten. Sie sähen ihre Aufgabe unter anderem darin, die Integration ausländischer Jugendlicher zu fördern, Flüchtlinge zu betreuen und Kunst und Kultur der Regionen zu bewahren.

„Die SPD-Landtagsfraktion will damit aber auch Danke sagen für die Versöhnungs- und Integration der Verbände allgemein, die das Weitertragen von Geschichte, das Erinnern und Nichtvergessen und das Brauchtum pflegen", so Naaß. „Die SPD ist der Meinung, dass über 15 Millionen Vertriebene beziehungsweise ihre Nachkommen ein Recht auf Würdigung ihrer Schicksale und Sicherung der ostdeutschen Kultur haben", betonte Naaß. „Viele deutsche Heimatvertriebene sind zu Botschaftern für Aussöhnung und Verständigung geworden. Die Vertriebenen haben gezeigt, dass ein Neuanfang möglich ist und haben mit Kraft, Mut und Energie mitgeholfen, unser Land wieder aufzubauen und mitzugestalten."

Fraktionschef Franz Maget betonte, seine Fraktion habe speziell Jugendorganisationen mit den Preisen bedacht, um ein Signal zu geben, dass die Anliegen der Vertriebenen auch in der jüngeren Generation weitergeführt würden - ein Engagement, das man unterstützen wolle. Das Thema Vertreibung sei bis heute aktuell, so Maget weiter. „Das ist nicht ein Kapitel des vergangenen Jahrhunderts, sondern es gibt sie auch heute noch. Die Vertreibung ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte und das ist der Ausgangspunkt für all unsere politischen Überlegungen. Die Arbeit der hier anwesenden Verbände und Personen ist uns daher wichtig und hat Bedeutung für uns."

Schwerpunkt der Vertriebenenpolitik seiner Fraktion sei es, Brücken zu den Nachbarländern wie Tschechien zu bauen, um Stolpersteine zu umgehen. „Je besser man seine Nachbarn kennt, umso besser kann man mit ihnen sprechen. Daher müssen wir Brücken bauen, wenn wir etwas erreichen wollen", so Maget, der erst im März mit Christa Naaß und einer hochrangigen Delegation von Fraktionsmitgliedern zu Gesprächen in Prag war.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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