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Sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion besucht Pflegeheim in Wassertrüdingen

Veröffentlicht am 06.06.2013 in Allgemein

SPD-Abgeordnete Christa Naaß und Hans-Ulrich Pfaffmann stellen die Positionen der SPD zur Zukunftssicherung der Alten- und Krankenpflege vor

Das Pflegeheim der AWO in Wassertrüdingen war ein weiterer Punkt der Informationstour des sozialpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion Uli Pfaffmann, der auf Einladung der Haundorfer Landtagsabgeordneten Christa Naaß nach Westmittelfranken kam. Mit dabei waren neben den Wassertrüdinger SPD-Stadträten Waltraud Billmann und Gertraud Greszyk auch der Ansbacher Landtagskandidat Norbert Dumler sowie die Listenkandidaten für Landtag und Bezirkstag Edwin und Brigitte Krug.

Von Einrichtungsleiterin Christine Hönle erfuhren die Gäste, dass das Haus 72 Betten für pflegebedürftige Bewohner der Plegestufen 0-3, eine beschützende Abtei-lung, umfassende psychosoziale Betreuung und vielfältige Beschäftigungs- und Frei-zeitangebote vorhält. Positiv wurde von den Abgeordneten vermerkt, dass das AWO-Heim 6 Auszubildende in der Altenpflege und 1 in der Hauswirtschaft beschäftigt und eine Fachkräftequote von über 60 Prozent vorhält. Das AWO-Heim, eine Einrichtung des AWO-Kreisverbandes Roth-Schwabach, ist ein offenes Haus, das sogar einen Mittagstisch anbietet. Weitere Angebote im Bereich der Tagespflege und Kurzzeitpflege sollen nach den geplanten Umbaumaßnahmen kommen.

Gemeinsam war man sich einig, dass der Aufwand und die Kosten für Pflegeleistungen in Zukunft deutlich steigen werden. Die Pflegebedürftigen und die Angehörigen erwarten mit Recht eine gute Versorgung in Würde und Selbstbestimmung. Dass dies unter den gegebenen Voraussetzungen auf Dauer nicht möglich sein wird, ist schon jetzt absehbar.

Dass die Altenpflegeausbildung kostenfrei sein soll, dafür setzen sich die beiden Abgeordneten seit vielen Jahren im Bayer. Landtag ein. „Erst im Zusammenhang mit der Abschaffung der Studiengebühren war die CSU bereit, auch die Altenpflegeausbildung künftig kostenfrei zu stellen“, bemerkte Christa Naaß. „Auch müsse dem Beruf mehr Wertschätzung entgegengebracht werden – auch im Hinblick auf bessere Bezahlung!“

Heimleiterin Hönle würde sich freuen, wenn die Altenpflegeausbildung künftig nicht mehr eindimensional sein würde, denn viele Fachkräfte können diesen Beruf auf Grund der hohen körperlichen und psychischen Belastung nicht auf Dauer ausüben.

Nach Meinung des Sozialexperten Pfaffmann darf das Lebensrisiko Pflege nicht noch mehr auf die Familie verlagert werden. „Deshalb wollen wir“, so der Abgeordnete, „eine Bürgerversicherung Pflege einführen. Es muss deutlich mehr Geld ins Sys-tem. Denn es darf nicht sein, dass eine gute Pflege der privaten Vorsorge überlassen oder ausschließlich den beitragszahlenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgebürdet wird. Eine Zweiklassengesellschaft ist unsozial: hier Pflege im Minutentakt und Aufopferung der Angehörigen, dort exklusive Pflegeresidenzen und ein „grauer Pflegemarkt“ mit teils illegalen Pflegekräften“.
In die Bürgerversicherung Pflege zahlen alle solidarisch entsprechend ihres Einkommens ein und die Arbeitgeber werden paritätisch beteiligt, erläuterte Pfaffmann weiter.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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