Keinen Grund zum Feiern sieht MdL Annette Karl anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Sicherheitswacht Bayern“. Die Sicherheitswacht in Bayern wurde 1994 aus der Not heraus geboren, da in vielen Kommunen in Bayern der Sicherheitszustand am Boden lag. Anstatt nun mehr Personal einzustellen, wurde von der Staatsregierung in die Sicherheitswacht investiert. In der Oberpfalz gibt es die Sicherheitswacht mittlerweile in elf Kommunen.
„Die Männer und Frauen sind sicherlich hoch motiviert, aber der Nutzen der Sicherheitswacht ist eher bescheiden“ so die Abgeordnete. So wurde gerade in der letzten Zeit in Amberg eine Serie von Sachbeschädigungen an Fahrzeugen mit über 80 Geschädigten registriert, ohne dass hier die Sicherheitswacht helfen konnte. Die Berufsvertretungen stehen den Sicherheitswachten nach wie vor ebenso skeptisch gegenüber. „Für 7,16 Euro die Stunde kann ich nicht viel erwarten. Die Ausbildung des Sicherheitswachtpersonals muss ebenso von den Polizeidienststellen geschultert werden und kostet Zeit und Personal“, so die Abgeordnete weiter. Annette Karl fordert Innenminister Herrmann auf, mehr in die Polizei zu investieren anstatt die Sicherheitswacht auszubauen. Obwohl der Innenminister immer wieder betont, dass Bayerns Polizei den höchsten Personalstand ihrer Geschichte hat, sind die Dienststellen in der Oberpfalz überaltert und mit zu wenig Personal ausgestattet. Wenn dann noch vor Dienststellen Notrufsäulen ausgestellt werden, weil die Polizeiinspektionen nicht mehr zur Nachtzeit besetzt sind, spricht dies Bände.


