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Rückversetzungsstau in die Oberpfalz trotz der größten Kombiklassen in Bayern

Veröffentlicht am 17.07.2013 in Presse

In einer gemeinsamen Anfrage möchten die beiden oberpfälzer Abgeordneten vom Kultusministerium wissen, warum der Kultusminister Spaenle es bedauert, dass es aufgrund der sinkenden Schülerzahlen so schwierig sei Lehrer von Oberbayern wieder in die Oberpfalz zu versetzen und gleichzeitig in der Oberpfalz die Kombiklassen an den Grundschulen deutlich über dem Landesdurchschnitt liegen.
Ludwig Spaenle hatte in einem Schreiben an MdL Reinhold Strobl geschrieben, dass er zwar den Einsatz von Strobl für die Versetzungswünsche respektiert, aber leider das Ministerium nur wenig Spielraum hat, da die Schülerzahlen in der Oberpfalz so deutlich gesunken sind. Dadurch können leider nur wenig Lehrer wieder aus Oberbayern in die Oberpfalz zurückversetzt werden.
Gleichzeitig hatte aber das Kultusministerium in der Beantwortung einer Anfrage von Annette Karl mitgeteilt, dass in der nördlichen Oberpfalz die Klassenstärken in der Stadt Weiden bei 22,5 Schülern im Landkreis Neustadt/WN bei 21,6 und im Landkreis Tirschenreuth bei 21,2 liegen, während der bayernweite Durchschnitt bei 20,9 Schülern je Kombiklasse liegt.

Für Karl und Strobl stößt bei den vielen Wünschen nach Rückversetzung eine solche Situation auf völliges Unverständnis. Ziel sollte sein, dass als Förderung des ländlichen Raumes in diesem auch die kleinsten Klassen liegen, so dass das Leben in diesen Regionen besonders lebenswert ist.

Anfrage an die Staatsregierung:

Rückversetzungen von Lehrkräften in die Oberpfalz

In einem Schreiben vom 11.06.2013 an MdL Reinhold Strobl verweist Kultusminister Spaenle auf die sinkenden Schülerzahlen in der Oberpfalz (in den letzen zehn Jahren 30,22%, in Oberbayern nur 13,67%) und die damit verbundenen Schwierigkeiten Lehrkräfte aus Oberbayern wieder in die Oberpfalz zurück zu versetzen, da die sinkenden Schülerzahlen auch weniger Lehrkräfte erfordern. Gleichzeitig hat das Kultusministerium in der Beantwortung einer Anfrage von Annette Karl vom 14.02.2013 (Drs. 16/16200) mitgeteilt, dass die Schülerzahlen in jahrgangskombinierten Klassen im bayerischen Schnitt bei 20,4 Schülerinnen und Schülern liegt, in der Oberpfalz bei 20,9 und in der Stadt Weiden bei 22,5, im Landkreis Neustadt/WN bei 21,6 und im Landkreis Tirschenreuth bei 21,2.

Wir fragen daher die Staatsregierung:

1.) Wieso liegt im Regierungsbezirk Oberpfalz die durchschnittliche Schülerzahl in jahrgangskombinierten Klassen über dem Landesdurchschnitt, obwohl hier die Schülerzahlen so massiv gesunken sind?
2.) Wie stellen sich die durchschnittlichen Schülerzahlen in jahrgangskombinierten Klassen in den anderen Regierungsbezirken dar?
3.) In welchen Schulamtsbezirken in den einzelnen Regierungsbezirken sind die jahrgangskombinierten Klassen mit den durchschnittlich höchsten bzw. niedrigsten Schülerzahlen?
4.) Wie möchte die Staatsregierung in Zukunft sicher stellen, dass in den Regionen mit den größten Schülerrückgängen auch die kleinsten Kombiklassen sind?

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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