Die 7. Fortschreibung des Staatsstraßenausplanes war am Donnerstag Thema in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses im Landtag.
Dabei fragte Ausschussmitglied Annette Karl bei Karl Wiebel, Leiter der Abteilung für Straßen- und Brückenbau an der Obersten Baubehörde, konkret nach der Ursache der kompletten Streichung der Ortsumgehung Eslarn nach.
Immerhin befand sich diese vor 10 Jahren in der höchsten Dringlichkeitsstufe. Dabei wurde ausweichend geantwortet, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht um die Besprechung von Einzelprojekten gehen könne, sondern nur die Kriterien zur Erstellung erläutert werden sollen.
Besonders negativ wirkt sich dabei allerdings aus, dass die Region in ihrer Entscheidungsfähigkeit von München eingeschränkt wird. So kann der regionale Planungsverband zwar einzelne Straßenprojekte bevorzugen, aber nur im vorgegebenen Rahmen.
Hintergrund der Streichung ist wohl das neue Bewertungskriterium der „Raumwirksamkeitsanalyse“, welche nach Aussage des Ministeriums eigentlich den Straßenbau im ländlichen Raum stärken soll, sich aber als Papiertiger im Fall Eslarn erweist.
Landtagsabgeordnete Annette Karl wird alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Ortsumgehung Eslarn auch weiterhin im Ausbauplan in der höchsten Kategorie erhalten bleibt. Karl: „Es wird Zeit die zahlreichen Versprechungen den Bürgern und Firmen im Eslarner und Schönseer Raum endlich umzusetzen.“