SPD-Sprecherin für den ländlichen Raum Annette Karl fordert Demographiefaktor bei Berechnung von Zuweisungen für den Öffentlichen Personennahverkehr
Zur Sicherstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im ländlichen Raum fordert die SPD- Landtagsfraktion in einem Antrag die Einführung eines Demographiefaktors bei der Berechnung der Zuschüsse. Dazu erklärt die Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für den ländlichen Raum und stellvertretende Vorsitzende der Bayern-SPD, Annette Karl:
„Der öffentliche Personennahverkehr ist ein wichtiger Bestandteil für eine gute Wohn- und Lebensqualität. Dies betrifft alle Altersgruppen und nimmt in Zeiten demographischen Wandels und verstärktem Umweltbewusstsein noch an Bedeutung zu.
In den ländlichen Regionen, vor allem in denen, die von Bevölkerungsrückgang betroffen sind, müssen aber weniger Menschen über immer längere Strecken transportiert werden. Schulschließungen, Ämterzentralisierungen, Konzentrationsprozesse im Einzelhandel sinkende Ärztedichte verschärfen diesen Trend noch. Der Busverkehr wird für die betroffenen Kommunen dadurch immer teurer und stellt Landkreise und Gemeinden vor kaum noch zu bewältigende Herausforderungen. Die schlechte Finanzausstattung der Kommunen durch den Freistaat macht die Probleme noch größer.
Damit nicht an der Qualität des Personennahverkehrs gespart werden muss und die Menschen ihre Busse auch weiterhin zu sozial vertretbaren Preisen nutzen können, fordern wir die Einführung eines Demographiefaktors, der sicherstellt, dass eine geringer werdende Bevölkerungsdichte nicht zur einer Absenkung der ÖPNV-Zuweisung an die betroffene Kommune führt, sondern im Gegenteil den erhöhten Kosten Rechnung trägt. Unserer Meinung gehört zur Sicherstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Bayern ein Erhalt des ÖPNV auf jetzigem Niveau auch in den ländlichen Regionen.“