SPD-FRAUEN in Oberfranken

Wir kämpfen seit 1919 für Frauenrechte

MdL Annette Karl (SPD) bei der Fachgruppe

Veröffentlicht am 08.02.2012 in Presse

Annette Karl und Werner Walberer im Gespräch

„Danke, dass Du Dir erneut kurzfristig Zeit genommen hast, um mit uns gemeinsam die Probleme in Bezug auf den Arbeitsplatzabbau bei den SSK zu diskutieren“, begrüßte Fachgruppenvorsitzender Werner Walberer bei der Sitzung in Grafenwöhr recht herzlich die Kollegin MdL Annette Karl (SPD).

Walberer erinnerte zunächst daran, dass bereits aktuell die Entscheidung der US-Regierung vom 8. November 2012 an den 3 oberpfälzer Standorten (Grafenwöhr, Vilseck und Hohenfels) einen unwiederbringlichen Arbeitsplatzverlust von 242 Arbeitsplätzen für ortsansässige Arbeitnehmer/-innen mit sich bringt. Karl Raps berichtete davon, dass die entsprechenden Maßnahmen zwischenzeitlich alle bei der Hauptbetriebsvertretung vorgelegt und behandelt wurden. Die Entscheidung, beide Kampfbrigaden (170. Baumholder und 172. Grafenwöhr/Schweinfurt) bis spätestens 2015 aus Europa abzuziehen, wird weitere, gravierende Einschnitte mit sich bringen. Als ‚sicher‘ werden nach Aussagen von General Hertling in Bayern lediglich die Standorte Ansbach und Grafenwöhr bezeichnet – keine Aussagen jedoch zu Vilseck und Hohenfels!

Ob die beabsichtigte Verlegung von ca. 3.500 US-Soldaten nach Grafenwöhr Auswirkungen auf zivile Arbeitsplätze hat, ist wohl angesichts der großen Haushaltsprobleme in den Vereinigten Staaten mehr als fraglich, zeigt sich ver.di-Fachgruppe sehr skeptisch.

Auf die besondere Situation der Dienststelle HNLFOA wiesen BV-Vorsitzender Herbert Albersdorfer und Wolfgang Dagner hin; hier ist möglicherweise sehr kurzfristig damit zu rechnen, dass die beschlossene Verlagerung nach Sembach und Kaiserslautern für 55 Beschäftigte die örtliche Betriebsvertretung beschäftigen wird. „Wir brauchen jetzt Lösungen und Alternativen!“, forderten sie Unterstützung der Politik ein.

„Über 700 Arbeitnehmer in Hohenfels haben Angst, Angst um ihren Arbeitsplatz und damit ihre Existenz!“, brachte die örtliche Vorsitzende, Christa Meier-Mühlbach die Stimmung unter der Belegschaft in Hohenfels auf den Punkt.

Für die sog. ‚Selbstzahlereinheiten‘ wies AAFES-Vorsitzender Volkmar Lawazcek eindringlich darauf hin, dass viele Regelungen, wie z.B. Transfergesellschaften, nicht für sie gelten – und ein Abzug von stationären Truppen mit ihren Familienangehörigen durch die dann erfolgenden Umsatzeinbußen starken Personalabbau bedeuten wird.

Karlheinz Winter, stv. Bezirksgeschäftsführer, forderte die Einrichtung einer Stellenbörse für die vom Abbau betroffenen Beschäftigten der US-Armee – „die öffentliche Hand hat eine Verpflichtung, freie Stellen vorrangig mit diesen zu besetzen!“. Und dies wäre eine Maßnahme, die sehr kurzfristig umzusetzen ist.

„Für mich ist es selbstverständlich, als örtliche Mandatsträgerin Euch zu unterstützen!“, stellte MdL Annette Karl fest. Sie sicherte zu, auch künftig parteiübergreifend für die Belange der Region einzutreten.

Wichtig war für Karl zu erfahren, wie die Betriebsvertretungen mit ihrer Gewerkschaft ver.di die Situation einschätzen; „ich werde nochmals bei der Bay. Staatskanzlei intervenieren, damit rechtzeitig strukturpolitische Maßnahmen ergriffen werden!“, sicherte sie zu. Weitere intensive Zusammenarbeit mit ihrer Gewerkschaft ver.di und den Betriebsvertretungen ist für sie ebenso selbstverständlich. „Wer, wenn nicht die zuständige Gewerkschaft kann für uns als Politiker denn sonst der richtige Ansprechpartner diesbezüglich sein!“

Quelle: ver.di mit freundlicher Genehmigung

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