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Landtagsabgeordnete besuchen Polizeidienststelle in Waidhaus - Dünne Personaldecke „ großes Übel“

Veröffentlicht am 09.08.2009 in Allgemein

Dienststellenleiter Josef Zehent, Michael Liegl, MdL Manfred Schneider, MdL Annette Karl und Martin Zehent

Wie läuft es nach der bayerischen Polizeireform und wo liegen die Zukunftsängste der Beamten?
Diesen beiden Punkte wollten die SPD-Landtagsabgeordneten, Annette
Karl und Harald Schneider am Dienstag in Waidhaus nachgehen.

Der Abgeordnete und Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei
bescheinigte den 62 Beschäftigten in der Inspektion Fahndung eine hochqualitative Arbeit. Doch vorrangig interessierten sich beide Landespolitiker für den Ablauf des Umgestaltungsprozesses. "Die hervorragende Arbeit hängt auch an einer gewissen Personalstärke, was Dienststellenleiter Josef Zehent genauso sieht", nahm Schneider mit.

Als Lösung schlug er das "Instrument der so genannten Abordnungen"
vor. Zudem habe er festgestellt, dass "in Weiden der Neid auf Waidhaus groß ist", da dort nur rund 61 Prozent der tatsächlichen Sollstärke zur Verfügung stünde.
Polizeivizepräsident Michael Liegl forderte gemeinsame Lösungen, um
Leute aus Waidhaus ins Binnenland zu bringen. Personalvertreter hätten dagegen betont, dass die Waidhauser die Weidner und Eschenbacher bereits in einer Gruppe mit sieben Beamten unterstützten. Karl und Schneider lobten weiter die Arbeit des gemeinsamen Zentrums in Schwandorf, ohne die eine gute Fahndungsarbeit gar nicht möglich wäre. Überhaupt sei die Zusammenarbeit auf allen Ebenen sehr gewachsen. Im Bereich von Drogen, Rauschgift, Prostitution und Schleuserkriminalität bestehe eine gute Verbindung zwischen Tachov und Weiden. Schneider sei deutlich geworden, dass auf die Arbeit in Waidhaus „nie verzichtet werden kann“. Sonst wäre der Kriminalität Tür und Tor geöffnet, wo es doch gerade im Bereich der Schwerstkriminalität hervorragende Aufgriffe gegeben habe.
Schneider sah „ein großes Übel“ in der enorm dünnen Personaldeckee
in Bayern: „Es gibt viel zu wenig Beamte, und zusätzlich kommt eine
wahnsinnige Pensionierungswelle auf uns zu.“ Es bedürfe unbedingt
mehr Neueinstellungen, da die versprochenen 1000 pro Jahr nicht mal
die Zahl der Pensionisten auffange. Hinzu komme eine notwendige
Aufstockung bei Wegfall der 42-Stunden-Arbeitswoche. Schneider hielt fest, dass die Oberpfalz mit einem Durchschnittsalter von 46,13 Jahre die traurigen Spitze der Überalterung bei den Polizeibeamten anführe.
Mehr Polizisten auf die Straßen zu bekommen, sei eindeutig als Ziel verfehlt worden, was auch die Inspektionsleiter und Liegl bestätigt hätten.

Keine Schikane gegen Tschechen
Den Besuch der beiden Landtagsabgeordneten, Annette Karl und Manfred Schneider nutzten die Waidhauser Polizisten, um klar zu verstehen zu geben, dass „nichts dran“ sei an den Medienberichten in
tschechischen Zeitungen, wonach bevorzugt tschechische Verkehrsteilnehmer schikaniert würden. Ganz im Gegenteil hätten die
Polizeibehörden in Pilsen den Waidhausern bestätigt, dass nur ganz gezielt kontrolliert werde: keine Familien, sondern Straftäter. Dabei gebe es auch keine Willkür.

Zum Bild: Dienststellenleiter Josef Zehent hieß in Waidhaus den stellvertretenden Polizeipräsidenten Michael Liegl, MdL Manfred Schneider und MdL Annette Karl mit seinem Stellvertreter Martin Zehent (von rechts) willkommen.

aus oberpfalznetz.de Bild und Text: fjo

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