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Kreiswehrersatzamt: „Feuer auf dem Dach“

Veröffentlicht am 11.02.2011 in Allgemein

von links: MdB Werner Schieder, MdL Annette Karl und Leiter Martin Bauer

SPD-Abgeordnete wettern über „Reform im Hauruck-Verfahren“ – Behörde in strukturschwacher Region erhalten
Was er konkret beitragen kann zur Rettung des Kreiswehrersatzamts?
„Daumendrücken“, sagt Bundestagsabgeordneter Werner Schieder. Und es an ansonsten unterlassen, die Hand zu heben, wenn es in Berlin um die Bundeswehrreform geht. Denn die hält der SPD-Mann –
ein bekennender „Anhänger der allgemeinen Wehrpflicht“ – für „nicht
wirklich durchdacht“, „eine Reform im Hauruck-Verfahren“ also, die allein finanzpolitisch motiviert sei. „Das Mindeste wäre gewesen, dass
man sich fragt: Was macht man mit dem Personal?“

Bange Monate
So aber bleiben auch den rund 50 Beschäftigten des Kreiswehrersatzamtes Weiden bange Monate nicht erspart. Erst ab Mitte des Jahres soll feststehen, wie es mit der Behörde weitergeht – falls überhaupt.
Beim Besuch mit MdL Annette Karl gab es für Schieder nichts zu beschönigen: „Es ist Feuer auf dem Dach, was den Bestand anbelangt.“ Wegen der Aussetzung der Wehrpflicht sollen Kreiswehrersatzämter konzentriert und zu zentralen Stellen für die
Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr umgewandelt werden. Auf eine
solche Stelle hoffen nun natürlich die Weidener. Annette Karl macht gar eine Forderung daraus: Gerade in strukturschwacher Region sei es die Aufgabe der Politik, Ämter zu erhalten.
Die Staatsregierung müsse hier auf den Verteidigungsminister, „der
ja aus Bayern kommt“, entsprechend einwirken. Die Landtagsabgeordnete betont die hohe Leistungsfähigkeit der Weidener Behörde – „eines der besten Kreiswehrersatzämter in Süddeutschland“.
Zuständig ist es für acht Landkreise und vier kreisfreie Städte in der Oberpfalz und Oberfranken, ein Gebiet von etwa 9000 Quadratkilometern.
Moderne Räumlichkeiten
„Die Bundeswehr wäre schlecht beraten, sich aus dieser Region zurückzuziehen“, meint Amtsleiter Martin Bauer – insbesondere auch mit Blick auf die hier stationierten Amerikaner. Ein weiteres Pfund, mit dem die Weidener wuchern könnten, seien die modernen Räumlichkeiten an der Dr.-Pfleger-Straße, meint Schieder. Den Beschäftigten rät der Genosse, die Abgeordneten der Regierungsparteien nicht aus der Verantwortung zu entlassen. Sie sollten ganz genau hinschauen, wer in Berlin die Hand für gewisse Entscheidungen hebe. Und wer nicht.

aus oberpfalznetz.de rg, Bild: Wilck

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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