- Haushaltsausschussmitglied Christa Naaß zum Änderungsantrag der SPD im Rahmen der Nach-tragshaushaltsberatungen -
Die Haundorfer SPD-Landtagsabgeordnete Christa Naaß erinnert im Rahmen der derzeit stattfindenden Nachtragshaushaltsberatungen im Bayerischen Landtag da-ran, dass das Kultusministerium im Schuljahr 2011/2012 auf Grund der damaligen Schülerzahlen den Schulgeldausgleich für die Berufsfachschulen für Altenpflege- und Altenpflegehilfe pro Schüler und Unterrichtsmonat auf 150 Euro reduziert hatte. Grund war der einerseits erfreulicherweise Trend hin zu einer größeren Bereitschaft von jungen Menschen eine Altenpflegausbildung zu beginnen. Die Deckelung führte jedoch andererseits zu einer Kürzung des Schulgeldausgleichs.
Betroffen von dieser staatlichen Deckelung waren auch die Altenpflegeschulen in unserer Region.
„Das zum 1. Januar 2012 eingeführte neue Finanzierungsmodell bringt den Alten-pflegeschulen bei gleichbleibendem Haushaltsansatz und weiteren steigenden Schülerzahlen auf Dauer keine wirkliche Verbesserung“, stellt Christa Naaß fest.
Nach allen demografischen Prognosen werden in den nächsten Jahrzehnten die Anteile älterer und pflegebedürftiger Menschen an der Gesamtbevölkerung zunehmen. „Die Konsequenz daraus ist ein zunehmender Bedarf an zusätzlichem ausgebildetem Personal in der Altenpflege“, so die Abgeordnete.
Da die Einkommenssituation in der Altenpflege sowieso nicht besonders hoch ist, ist es nach Meinung von Christa Naaß um so wichtiger, die Menschen, die sich für eine Ausbildung in der Altenpflege entscheiden, nicht auch noch mit den Kosten von Schulgeldzahlungen zu belasten.
„Die SPD-Landtagsfraktion forderte deshalb im Rahmen der Nachtragshaushaltsbe-ratungen 3 Mio. Euro zusätzliches Geld für Leistungen zum Schulgeldausgleich bei privaten Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe. Ich bedauere“, so Christa Naaß, „dass CSU und FDP nicht bereit waren, unseren berechtigten Forde-rungen zu folgen.