SPD-FRAUEN in Oberfranken

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Klotzen statt kleckern

Veröffentlicht am 02.12.2014 in Presse

Politik und Wirtschaft sind sich einig: Die nördliche Oberpfalz hat sich gut entwickelt. Aber es könnte noch besser laufen. Darüber diskutierte der Wirtschaftsbeirat Bayern in Altenstadt.
Nicht alle Ideen waren neu, aber deswegen sind sie noch lange nicht schlecht. Wo hapert es noch? Wo stehen wir? Und was können wir gemeinsam tun? So lauteten die Fragestellungen des Abends. Politik und Wirtschaftsvertreter waren nach Altenstadt in „d’Wirtschaft“ gekommen, um miteinander zu diskutieren.

Helmut Hör vom Wirtschaftsbeirat Bayern, Bezirk Nordoberpfalz, und Jürgen Spickenreuther, Präsident des Wirtschaftsclubs Nordoberpfalz, betonten, dass „dies keine politische Veranstaltung sein soll“. Dennoch wurde viel über Politik geredet, aber weniger kontrovers, sondern mit zahlreichen konstruktiven Vorschlägen. Die einhellige Meinung war: „Unsere Region muss noch aktiver werden.“ MdL Annette Karl zum Beispiel formulierte dies so: „Die nördliche Oberpfalz ist ein bisschen zu bescheiden.“
Ähnliches war von fast allen zu hören, zum Beispiel auch von Reiner Meindl von der Glashütte Lamberts aus Waldsassen, als dieser feststellte: „Wir wuchern nicht mit den Pfunden. Waldsassen steckt voller Individualtouristen, aber es gibt kein Hotel für einen Bus.“
Auch Spinnereien Auch am Beispiel des Nordbayernplans der Staatsregierung wurde der Gedanke zu großer Zurückhaltung festgemacht, als unter anderem der stellvertretende Landrat des Landkreises Neustadt/WN, Albert Nickl, sagte: „Staatssekretär Albert Füracker sagte mir, dass im Nordbayernplan alles, was an Vorschlägen vorlag, genehmigt worden sei.“ Dankbar war deshalb auch MdL Karl, „dass Professor Bauer für die Hochschule Amberg-Weiden so aktiv wurde“. Und sie formulierte deshalb auch die Bitte an die Unternehmen: „Tragen Sie uns Ideen vor, das können auch Spinnereien sein.“ Betriebe sollten auch die großen Chancen einer Kooperation mit der OTH stärker nutzen. Konkrete Ideen gab es dann doch.
MdB Reiner Meier verriet als Experte für Gesundheitspolitik, dass konkrete Planungen für die Region zum Aufbau eines „Pflegeclusters mit alternativen Lernorten, angegliedert an die Hochschule Amberg-Weiden“ bestünden. Konkreter wurde er allerdings noch nicht. Meier hielt auch den Aufbau einer weiteren Fachakademie für Sozialpädagogik für erforderlich.
MdB Uli Grötsch warb bei den Unternehmen für mehr Teilzeitstellen für Frauen. Unter Hinweis auf die Anerkennungsquote von 98 Prozent für Asylbewerber aus Syrien riet Grötsch: „Nutzen wir dieses Potenzial, da kommt die syrische Mittelschicht mit Facharbeitern und Akademikern.“
Die Politiker betonten einhellig, „dass sie über die Parteigrenzen hinweg alle an einem Strang ziehen. Wirtschafts- und Verbandsvertreter freuten sich, „dass der Begriff nördliche Oberpfalz als Klammer für die Landkreise Neustadt, Tirschenreuth und die Stadt Weiden immer mehr in den Köpfen verankert sei“.
Ausbildungsangebot
Vorschläge zielten auch darauf ab, der dualen Berufsausbildung wieder mehr Geltung zu verschaffen und dabei die Berufswünsche stärker auf das Ausbildungsangebot auszurichten. Mehr Kooperation mit Tschechien, mehr Investitionen in den Fremdenverkehr, EFRE-Förderungen, weitere Ausbildungszentren und die Einigung auf einen einzigen Standort für eine eventuelle Behördenverlagerung in die Region waren ebenfalls Stichworte.

Bildunterschrift: Wie kann die nördliche Oberpfalz noch attraktiver werden? Darüber diskutierten (von links) MdB Reiner Meier, WirtschaftsbeiratVorsitzender Helmut Hör, MdB Uli Grötsch, MdL Annette Karl und Wirtschaftsclub-Präsident Jürgen Spickenreuther.

aus Der Neue Tag, Bild und Text: sbü

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