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Ernährungssicherung hat Vorrang

Veröffentlicht am 15.05.2012 in Allgemein

30 Jahre LAG Mali – Die Hilfe geht weiter, auch im Bürgerkrieg

Im Jubiläumsjahr der Landesarbeitsgemeinschaft Mali e. V. gibt es leider weniger Grund zum Feiern sondern vielmehr zum Handeln: Die Nachrichten über die politischen Unruhen in Mali konnte man in den Medien mitverfolgen.
Unabhängigkeitsbewegungen der nomadischen Tuareg hat es in Mali immer wieder
gegeben. Die jüngste Rebellion hat jedoch durch Tuareg-Kämpfer, die nach dem Sturz Gaddafis aus Libyen zurückkamen, massive „Verstärkung“ erhalten, mit modernsten Waffen im Gepäck.

Die zum Teil schlecht ausgerüstete malische Armee hatte den Angriffen der gut bewaffneten Rebellen wenig entgegenzusetzen.
Mit den Kämpfen, die bereits im Januar begonnen haben, setzte eine Flüchtlingswelle der Bevölkerung ein. Inzwischen haben mehr als 200.000 Flüchtlinge ihre Heimat verlassen und Unterschlupf in den Nachbarstaaten gesucht. Die EU warnt vor einer humanitären Katastrophe. Die Lage ist ernst - vor allem für die Menschen im Norden des Landes.
Hinzu kommt, dass in diesem Jahr im westafrikanischen Sahel eine Hungerkrise droht, von der auch Mali betroffen ist. Aufgrund der Dürre kam es im letzten Herbst zu massiven Ernteausfällen. Die mageren Getreidevorräte werden viel früher als üblich aufgebraucht sein.

Gerade wegen der aktuellen Nahrungsmittelkrise möchte die LAG Mali ihre Arbeit in Mali trotz der politischen Ereignisse nicht aufgeben und hat mit der Deutschen Botschaft in Bamako Rücksprache gehalten und um ihre Einschätzung gebeten.
„Basisnahen Projekten nichtstaatlicher Träger kann gerade in Zeiten, in denen die `offizielle´ EZ (Entwicklungszusammenarbeit) mehr oder weniger ausfällt und zu allem Übel auch noch Wirtschafts-, Finanz- und Verkehrssanktionen gegen das Land in Kraft sind, eine besondere Wichtigkeit zukommen“, so die Antwort des Botschafters Karl Flittner in Bamako.
„Die LAG Mali“, so das Vorstandsmitglied Christa Naaß, „ist daher entschlossen, ihre Hilfe zur Selbsthilfe im ländlichen Raum fortzusetzen. Natürlich werden dabei die Entwicklungen mit einem wachsamen Auge und im engen Austausch mit den malischen Partnern beobachtet.“
Neben vier neuen Projekten, die in erster Linie unter dem Fokus der Ernährungssicherung stehen – so wird ein Trinkwasserbrunnen gebaut, „Getreidebanken“, in denen Vorräte eingelagert werden, werden eingerichtet, Gemüsegärten werden aufgebaut und eine Geburtssta-tion soll eingerichtet werden – wird die Kampagne gegen Mädchenbeschneidung fortgesetzt.

Da zur Finanzierung dieser Projekte natürlich Geldmittel benötigt werden, gibt es anlässlich des 30jährigen Bestehens einen Geburtstagskalender mit Fotos aus den Projektdörfern, der „zeitlos“, also nicht an ein bestimmtes Jahr gebunden ist.
Er ist zum Preis von 10,- Euro im Abgeordnetenbüro Christa Naaß erhältlich oder kann mittels Überweisung auf das Konto der LAG Mali e. V. unter dem Stichwort „Kalender“ bestellt werden. Hier kommen allerdings Versandkosten in Höhe von 2,- Euro hinzu. Kontonummer 59005, RaiffeisenVolksbank Fürth, Bankleitzahl 762 604 51.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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