SPD-FRAUEN in Oberfranken

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Ein Kommentar zum plötzlichen Sinneswandel bei der Verlängerung der AKWs

Veröffentlicht am 17.03.2011 in Presse

Es ist erst wenige Wochen her, dass Bayerns Umweltminister Markus Söder die Opposition im Landtag der Panikmache zieh und mit einer an Arroganz grenzenden Überheblichkeit mit Häme überzog, weil sie einmal mehr die sofortige Abschaltung des Reaktors Isar I bei Landshut gefordert hatte.

Unter dem Eindruck der verheerenden Vorgänge in Japan muss nun auch Söder einsehen, dass das „Restrisiko“ beim Betrieb von Atommeilern weder theoretisch noch beherrschbar ist. Söders 180-Grad-Wende aus vollem Lauf ist deshalb folgerichtig.
Allerdings muss er sich wie die gesamte CSU/FDP-Koalition fragen lassen, ob er das Hohe Lied auf die Atomkraft in der Vergangenheit nicht allzu sorglos gesungen hat. Das scheinbar Unmögliche ist unter bestimmten Voraussetzungen eben doch möglich. Und das gilt im Zweifel auch für Bayern.

Mit der Abschaltung von Isar 1 darf es für die Staatsregierung aber nicht getan sein. Sie muss endlich konsequent den Weg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien gehen. Das energiepolitische Ruder muss herumgerissen werden. Wie das funktionieren könnte, wollen die nördliche Oberpfalz und das östliche Oberfranken mit ihrer autarken
Energieregion zeigen.

Was ist diese Initiative belächelt worden, jetzt könnte sie ein entscheidender Pfad aus der Abhängigkeit von der Atomkraft werden. Es ist nachgerade ein Skandal, dass sich die SPD-Abgeordnete Annette Karl die 20 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie bei der Wirtschaft erbetteln muss, während Schwarz-Gelb der Atomindustrie mit der Laufzeitverlängerung Milliardengeschenke gemacht hat. Die Zeit für eine Energiewende in Bayern ist da.

Jetzt, und nicht irgendwann!

aus Der Neue Tag vom 16.03.2011, Jürgen Umlauft

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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