SPD-FRAUEN in Oberfranken

Wir kämpfen seit 1919 für Frauenrechte

Christa Naaß unterstützt die Milchbauern

Veröffentlicht am 06.06.2008 in Allgemein

Christa Naaß zusammen mit ihrem Landtagskollegen Peter Hufe aus Roth im Gespräch mit den beiden Vertretern des BDM

- Milchwirtschaft ist unverzichtbarer Teil der bayerischen Landwirtschaft - Gespräch
mit dem Bezirksvorsitzenden Manfred des BDM im Bayerischen Landtag -

Auf Initiative der Haundorfer SPD-Landtagsabgeordneten Christa Naaß bekam der mittelfränkische Bezirksvorsitzende des BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter) und stv. Landesvorsitzende Manfred Gilch aus Hilpoltstein die Möglichkeit, vor der SPD-Landtagsfraktion zu sprechen. Unterstützt wurde er dabei von Bundesvorstandsmitglied Pfaller.

Für Christa Naaß, die erst vor wenigen Tagen den streikenden Milchbauern vor der Molkerei in Windsbach ihre Solidarität kund tat und dort Manfred Gilch traf, war es wichtig, dass die Betroffenen direkt den Abgeordneten ihre Gründe vortragen konnten. Fraktionsvorsitzender Franz Maget lud die Vertreter der Milchbauern deshalb kurzfristig in die Fraktionssitzung der SPD-Landtagsfraktion ein.

Wie Manfred Gilch aufzeigte, geht es den Milchbauern nicht nur um die Erhöhung des Milchpreises auf 43 Cent, sondern um deren Überlebensfähigkeit innerhalb eines liberalisierten Marktes. In einer Marktsituation, in der viele Bauern der stark konzentrierten Marktmacht ihrer Marktpartner gegenüberstehen, kämpfen die BDM –Milcherzeuger dagegen, weiterhin der Spielball von Milchwirtschaft, Handel und Politik zu sein. „So haben Edeka, Lidl und Aldi über 50% Marktanteil und der Verarbeitungsanteil der 5 größten Molkereien liegt deutschland- und sogar europaweit ebenfalls über 50%“, führte Gilch vor den Abgeordneten aus. Mitllerweile liegt das Milchaufkommen deutlich über der festgeschriebenen Produktionsquote. Statt diesem Mengendruck entgegenzusteuern, hat der EU-Ministerrat die Situation der Milcherzeuger zusätzlich verschärft, in dem er eine weitere Quotenerhöhung um 2% zum 01.04.08 beschlossen hat.

Die Informationen nahm die SPD-Landtagsfraktion zum Anlass, sofort mit einem Dringlichkeitsantrag die Bayerische Staatsregierung aufzufordern im Bundesrat darauf hinzuwirken, dass die Möglichkeit der Saldierung auf allen Ebenen abgeschafft wird und dass die Quote, die in der nationalen Reserve ist, ebenso wie die neuerliche Zwei-Prozent- Erhöhung bei der Saldierung nicht berücksichtigt wird. Bei den WTO-Verhandlungen müsse zudem nachdrücklich darauf hingearbeitet werden, dass Milch als sensibles Produkt eingestuft bleibt.

„Die Milchpreise sind seit Beginn dieses Jahres stark unter Druck - auch durch die Kapazitätssteigerungen in der Milchproduktion. Eine Überproduktion ist kontraproduktiv, deshalb zu verhindern und eine Saldierung streng auf den Betrieb zu begrenzen. Da es in anderen Ländern wesentlich günstigere Produktionsbedingungen gibt, sind Maßnahmen notwendig um die Milchproduktion auch weiterhin in unserem Land zu ermöglichen," betont Christa Naaß.

Die Milchwirtschaft ist ein unverzichtbarer Teil der bayerischen Landwirtschaft. Mit einer jährlichen Erzeugungsmenge von rund sieben Millionen Tonnen zählt der
Freistaat zu den bedeutendsten Milchregionen in Europa. Im EU-Vergleich steht Bayern damit an siebter Stelle unter den 25 Mitgliedstaaten, noch vor Spanien, Irland und Dänemark. In Bayern gibt es etwa 1,25 Millionen Milchkühe; sie stehen
in Betrieben mit durchschnittlich 27 Milchkühen. Unter knapp 120 000 bayerischen Bauern sind 47 205 Milchbauern, die an Molkereien liefern.

Christa Naaß hat kein Verständnis dafür, wenn die Milchproduzenten durch Dumpingpreise ruiniert und so zur Aufgabe gezwungen werden. Der Freistaat Bayern dürfe nicht zusehen, dass die EU weiter auf dem landwirtschaftlichen Irrweg bleibt. Naaß: „Die Rahmenbedingungen für die bayerischen Bauern müssen so gestaltet werden, dass sie von ihrer Hände Arbeit auch leben können."

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

WebSozis

Soziserver - Webhosting von Sozis für Sozis WebSozis

Aktuelle-Artikel