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Christa Naaß informiert sich über Windkraftanlagen

Veröffentlicht am 23.08.2010 in Allgemein

Im Herzen der Windkraftanlage, nämlich in der sogenannten „Gondel“, gut einhundert Meter über dem Boden, holten sich die beiden Parlamentarier Christa Naaß und Dr. Paul Wengert von Stephan Glockner (rechts) die neuesten Informationen über die Windkraft-Technologie und über konkrete Erfahrungswerte aus der Nutzung der Windkraft.

Die verstärkte Nutzung von Windenergie fordert die stellv. Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Christa Naaß, nicht nur unter dem Aspekt des Umweltschutzes. „Die Windenergiebranche gehört zu unseren innovativsten und wachstumsstärksten Wirtschaftsbranchen“ so der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Dr. Paul Wengert, mit dem sich Christa Naaß in Kraftisried im Allgäu über Technik und Einsatzmöglichkeiten von Windkraftanlagen informierte. Eine starke Zulieferindustrie für die Herstellung von Windkraftanlagen mit bedeuten-den nationalen und internationalen Absatzmärkten stärkt Bayern als Wirtschaftsstandort und schafft tausende von neuen qualifizierten Arbeitsplätzen.

Dass auch in Bayern an vielen Standorten der Wind stark genug weht, um mit Windkraftanlagen Energie zu erzeugen, ist mittlerweile nachgewiesen, vermittelte Diplom-Ingenieur Stephan Glocker als Sachverständiger für die technische Überprüfung von Windenergieanlagen aus Memmingen. „Die neueste Generation von Windrädern ist bis zu 138 Meter hoch und bringt fünfmal mehr Leistung – ganz einfach weil weiter oben der Wind stärker weht. Weniger Anlagen können also künftig mehr Strom erzeugen“ so der Experte. Aufgrund dieses Leistungspotenzials könnten in Bayern in Kürze jährlich bis zu 9.000 Gigawattstunden Windstrom erzeugt werden. Das wären 10 Prozent des derzeitigen Gesamt-Stromverbrauchs. „Bayern hat im Vergleich zu anderen Bundesländern enormen Nachholbedarf beim Ausbau der Windenergie“, so Christa Naaß.

Christa Naaß fordert in diesem Zusammenhang die Bayerische Staatsregierung auf, bei der Neuordnung von Landes- und Regionalplanung die Weichen richtig zu stellen: „Seehofers aktuelle Absage an den Atomausstieg sei geradezu kontraproduktiv: Wir brauchen keine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken, wenn wir endlich verstärkt auf regenerative Energien wie die Windkraft setzen“, so die Haundorfer Abgeordnete. Landschaftsverträglichkeit und Artenschutz seien durch die heutigen Planungsverfahren gewährleistet: Selbst der Bund Naturschutz spricht von 1000 Standorten in Bayern, die auch nach strengen Natur- und Landschaftsschutz-Kriterien leicht zu finden seien.

"Was in anderen Bundesländern längst gang und gäbe ist, sollten wir endlich in Bayern auch anpacken", so Naaß und Wengert. "Wenn wir diesen Zug nicht gänzlich verpassen wollen, müssen Seehofer und seine Regierung endlich die Augenbinden abnehmen, die ihnen die Kernkraft-Lobby verpasst habe."

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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