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Brunnen und Gärten statt Kampfflugzeuge

Veröffentlicht am 10.06.2013 in Allgemein

Projekte der LAG Mali e.V. im Süden Malis trotz politischer Krise sicher

Seit der Gründung im Jahr 1982 engagiert sich die Landesarbeitsgemeinschaft Entwicklungshilfe Mali e.V. (kurz: LAG Mali e.V.), deren Vorstandsmitglied die Landtagsabgeordnete Christa Naaß (SPD) ist, nach dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Die Berichte der LAG Mali e.V. sind nicht spektakulär, sondern konstruktiv“, berichtet Strobl. „Trotz politischer Krise und Krieg konnten im vergangenen Jahr die Hilfsprojekte mit einer nur geringen zeitlichen Verzögerung planmäßig durchgeführt werden“. Die Projektdörfer der LAG Mali liegen im Süden von Mali, ca. 650 – 1000 km von der Konfliktregion entfernt. „Wie die malischen Partner, mit denen die LAG Mali zusammenarbeitet, berichten, geht das Leben dort, abgesehen von der Nahrungsmittelkrise und den Kriegsflüchtlingen, weitgehend normal und von den Auseinandersetzungen unbehelligt weiter“.

Gemüsegärten und Trinkwasserbrunnen

Mali ist ein Wüstenstaat, trotzdem leben 80 Prozent der Malier von der Landwirtschaft. Hirse, Mais, Baumwolle, Erdnüsse und Reis sind die meist angebauten Lebensmittel. Das Klima ist ungünstig für die Landwirtschaft. Zwei Drittel des Landes gehören zur Wüste Sahara und oft fällt monate- oder sogar jahrelang kein Regen. „Ich freue mich sehr, dass die Hilfsprojekte – zumindest im Süden von Mali – nicht gefährdet sind“, betont Christa Naaß. Drei Gemüsegärten seien inzwischen eingefriedet und bewirtschaftet worden. „Es gibt auch gute Nachrichten aus Mali“, freut sich die Abgeordnete. „So konnten im Rahmen der Projekte der Gartenbau und eine weitere Getreidebank unterstützt werden. Die Getreidehilfen sind in neun Dörfern angekommen“. Das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ sei weiterhin erfolgreich und krisenfest. Denn die Projekte konzentrierten sich auf den ländlichen Raum im sicheren Süden Malis. In enger Zusammenarbeit mit den malischen Partnern vor Ort konnten die geplanten Projekte des vergangenen Jahres umgesetzt werden.

Sicherheitslage im Norden bleibt weiter instabil – die Menschen im Süden weitgehend verschont

Nach dem Putsch im März 2012 und vor allem seit dem Krieg gegen islamistische Rebellengruppen im Norden des Landes ist die Zivilbevölkerung Leidtragende der Kämpfe im Norden. Parallel dazu hat Mali im Süden des Landes über 200.000 Binnenflüchtlinge zu versorgen, die bisher fast ausschließlich in Familien aufgenommen wurden. Auch in den Projektgebieten der LAG Mali bei Kita und Dioila war dies der Fall. „Mit dem Krieg im Norden steigt die Zahl der Flüchtlinge, eine schnelle Rückkehr ist aufgrund der unsicheren Lage nicht so schnell zu erwarten. Die Familien leisten unvorstellbares. So ist es nicht selten, dass eine zehnköpfige Familie plötzlich 20 Menschen mehr zu beherbergen und zu ernähren hat. Und das bei ohnehin schwierigen Lebensverhältnissen“, erklärt die Haundorfer Abgeordnete.

Neue Projekte in 2013

„Gerade in schwierigen Zeiten müssen wir Perspektiven für die Menschen schaffen. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass der Vorstand der LAG Mali drei neue Projekte für 2013 beschließen konnte“, so Christa Naaß.
In zwei Dörfern entstünden auf Anfrage der Bevölkerung zwei neue Trinkwasserbrunnen, ein neuer Gemüsegarten und mehrere Latrinen für zwei Schulen und eine Geburtsstation. In einem anderen Dorf sei eine weitere Gartenanlage mit integrierter Baumschule geplant und die Kampagne gegen die Mädchenbeschneidung könne in 15 Dörfern fortgesetzt werden.

Kleine Projekte mit großer Wirkung
„Die Getreidebanken sind eines der vielen Beispiele, die zeigen, dass Hilfe zur Selbsthilfe, wie sie die LAG Mali e.V. versteht, langfristig zum Erfolg führt und die Menschen Schritt für Schritt aus der Armut führen kann“, sagt Christa Naaß. Alle Projekte der LAG Mali e.V. bewegten sich in einem bescheide-nen finanziellen Rahmen. Hinter allen Initiativen stünden die Menschen vor Ort, Familien mit Kindern, Frauen, die versuchten durch Gemüseanbau in Gemeinschaftsgärten, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Naaß erklärt weiter: „Die Einkünfte daraus sind in unseren Augen zwar gering, aber in Mali können damit Kleidung, Medikamente, Schulgebühren für die Kinder bezahlt werden. Vor allem aber sichert der Gemüseanbau eine gesündere und gesicherte Ernährung und gibt den Frauen ein Stück Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Bei der Umsetzung der Projekte setzt die LAG Mali immer auf das Prinzip „Hilfe und Motivierung zur Selbsthilfe“. Wir wollen, dass die Menschen in den Projektgebieten eigene Strukturen zur Versorgung aufbauen. Die Bewohner müssen selbst mit Hand anlegen. Die Frauen machen es vor und leisten hier vorbildliche Arbeit. Sie erfahren, dass gerade der Gemüseanbau und der Brunnenbau ihre Existenz und die ihrer Familien sichern können. Viele kleine Projekte ergeben hier eine große Wirkung“.
Spendenkonto: RaiffeisenVolksbank Fürth, BLZ: 762 604.51, Konto: 59.005

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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